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12.03.11

Permalink 07:13:23, von Moorwackler E-Mail , 297 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Abtreibung, Geschichte, Medizin, Teenagerschwangerschaften, §218

Wie wird man später über das Zeitalter der Abtreibung sprechen?

Das ist nicht schwer zu sagen, man benötigt keinerlei hellseherische Fähigkeiten:
1. Irgendwann wird die Zeit kommen, in der spätere Generationen mit unserer Zeit abrechnen werden.
2. Man wird einen neuen Begriff finden, der die Sache in den Augen der später lebenden treffender bezeichnet und die Bezeichnung “Abtreibung” als Euphemismus für das Zerschneiden und Vergiften von Kindern im Mutterleib empfinden.
3. Man wird sich aber darauf einigen, dass die Kirche vor allem Schuld daran gewesen sei.
4. Es wird zahllose Bücher geben, in denen Atheisten nachweisen, dass das Schweigen zur Abtreibung flächendeckend in Deutschland war und nur ganz vereinzelte Gruppen es überhaupt gewagt haben, das Thema mal öffentlich anzusprechen. Diese Gruppen könnten aber kaum etwas am Gesamteindruck der Kirche ändern.
5. In den Büchern wird nachgewiesen, dass die Katholische Kirche Beratungsscheine ausgestellt haben. Und die Katholische Kirche wird verzweifelt aber unerhört nachzuweisen versuchen, dass sie das ja dann geändert hat.
6. Und man wird darin alle Zitate von Kirchenleuten finden, die sich sogar aktiv für Abtreibung eingesetzt haben und sogar zu den politisch aktivsten Gruppen überhaupt gerechnet werden müssen.
7. Insgesamt wird man daher das Christentum als Hauptschuldner ansehen und die Abtreibung als weitere Schuld der Kirche.
8. Die Theologen werden sich dann überbieten, nachzuweisen, dass Abtreibung mit dem Christentum überhaupt nicht vereinbar sei und die Kirche damals (mal wieder) völlig in die Irre gegangen ist.
9. Die ganzen Bilder von abgetriebenen und zerstückelten Föten, die jetzt auf dem Index stehen, werden dann in jedem Geschichtsbuch auftauchen. Der Lehrer wird mit seiner Klasse Dokumentarfilme sehen, in denen Ausschnitte aus medizinischen Lehrfilmen enthalten sind und die Abtreibung in aller Grässlichkeit detailtreu darstellen.
10. Schüler werden fassungslos die Frage stellen: Wie war so etwas möglich? Wussten die Leute nichts davon?

02.03.11

Permalink 13:21:00, von Moorwackler E-Mail , 850 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Parteien, Wissenschaft

War die deutsche Wissenschaft in Gefahr?

Viele Politiker haben in den letzten Tagen ihr Herz für die Wissenschaft entdeckt und das ist natürlich erfreulich. Sie bedauerten - vermutlich ernsthaft und zutiefst - die Konsequenzen, die Guttenbergs Dissertation für den “Wissenschaftsstandort Deutschland” (z.B. Herr Gysi) hätte, wenn er weiter Politiker geblieben wäre. Aber auch die Wissenschaftler selbst sind erleichtert, dass nicht der Eindruck entstehe, es sei im Bereich der Wissenschaft alles “Lug und Trug” und habe keine “Konsequenzen für die berufliche Laufbahn".
Herr Guttenberg wird vermutlich beruflich nicht allzu tief fallen, trotzdem bedeutete die “Konsequenz für seine berufliche Laufbahn", dass er wenn es nach der Opposition ginge, ein Berufsverbot erhielte. Nun gibt natürlich auch den promovierten Taxifahrer. Angenommen, es käme heraus, dass er bei seiner Dissertation das Urheberrech verletzt hätte. Müsste er seinen Beruf aufgeben? Sein Titel würde ihm aberkannt, und u.U. müsste auch er sich vor Gericht wegen Verletzung des Urheberrechtes verantworten. Aber ein Berufsverbot als Taxifahrer? Soweit würde man wohl kaum gehen. Anders sieht der Fall freilich bei einem Wissenschaftler aus, denn für ihn bedeutet eine Aberkennung des Titels vermutlich durchaus das Ende seiner wissenschaftlichen Karriere.

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24.02.11

Permalink 13:06:40, von Moorwackler E-Mail , 242 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Parteien, Finanzen

Guttenberg muss vermutlich aus anderen Gründen zurücktreten

Genau genommen “muss” ein Minister überhaupt nicht zurücktreten, es ist vielmehr eine Interessenabwägung der Partei. Trotzdem wäre es gut, wenn man sich als Bürger ein paar Kriterien überlegt, ab wann man eine Rücktrittsforderung ernst nimmt, und wann man sie einfach als politisches Mittel einsetzt. Niemand behauptet, dass ein Minister keine Fehler machen darf - auch im vollen juristischen Sinn. Einen Rücktritt erwarte ich allerdings dann, wenn das Strafmaß in den Bereich der Bewährungsstrafe hineinreicht. Bei Beamten gibt es eine ähnliche Grenze, aber der man als Beamter mit Pensionskürzungen bestraft wird.
Anders sieht der Fall aus, wenn die Amtsgeschäfte direkt betroffen sind: also wenn ein Minister falsche Wahlversprechen macht, korrupt ist, Steuergelder für private Zwecke vewendet etc…
Im Fall Guttenbergs dürfte das Strafmaß - wenn es ein solches überhaupt geben wird - wohl kaum an eine Bewährungsstrafe heranreichen. Die Schuld wird vor allem von der Uni festgestellt, die den Titel verliehen hat.
Ein anderes Problem wiegt in diesem Fall für meinen Geschmack viel schwerer: die Tatsache, dass Herr Guttenberg aller Wahrscheinlichkeit nach den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages für seine private Dissertation verwendet hat. Das Problem ist nur, dass diese Praxis auch bei anderen Abgeordneten üblich zu sein scheint und sich daher politische nicht ausschlachten lässt. Alle Politiker, die jetzt laut aufjaulen und ihre moralische Seite wiederentdecken, heucheln, solange sie den Missbrauch des wissenschaflichen Dienstes im Falle Guttenbergs übersehen.

23.02.11

Permalink 12:47:32, von Moorwackler E-Mail , 520 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Klima, Medien, GRÜNE, CDU, Klimaskeptiker, Klimazweifler

Das Klima ist gerettet

Zumindest scheint es kein Problem mehr zu sein, oder wenigstens keins, über das noch diskutiert wird. Die Älteren unter uns können sich vielleicht noch an die Zeiten erinnern, als wir alle über CO2-Abgabe, Spritverbauch und CO2-neutrale Produkte nachgedacht haben, wir haben mit kleinen Eisbären auf treibenden Eisschollen mitgezittert…und jetzt? Alles vom Tisch. Kein Mensch spricht mehr darüber. Tausende von Wissenschaftlern haben für eine Änderung der Politik plädiert, Europa hat Milliarden-schwere Programme zur Rettung des Weltklimas ausgegeben, obwohl jeder wusste, dass so ein Wandel des Klimas sich schwer und wenn überhaupt nur wenig stoppen lässt. Wir haben in Filmen den Untergang der Welt verfolgt - der natürlich durch den Klimawandel eintrat - und schon die armen Holländer bedauert.
Ich bin kein Naturwissenschaftler und verstehe von Klimaforschung nicht viel. Das Einzige, was ich zu bedenken gegeben habe, war, dass es sich hierbei um ein Thema handelt, dass sich politisch sehr wirkungsvoll einsetzen lässt und das deswegen mit Skepsis verfolgt werden sollte. Es war das Lieblingsthema der Grünen, die mit einem globalen Thema ihre Position in Europa und weltweit weiter zu stärken versuchten. Das spricht weder gegen die wissenschaftlichen Ergebnisse noch dagegen, sein Auto nach Möglichkeit nicht zu benutzen. Es spielt aber sehr wohl eine Rolle für die Frage, wie massiv das Thema in die Öffentlichkeit gebracht wird.
Nun kam den Grünen allerdings die CDU dazwischen, weil Frau Merkel klug erkannt hat, dass man hier freiwillig viel politisches Potential verschenken würde und hat sich zur Gallionsfigur des Klimaschutzes gemacht. Erst haben die Grünen darüber noch ein bisschen gespottet, aber sie mussten widerwillig einsehen, dass das Thema nun verloren war - seitdem hört man davon nichts mehr.
Stattdessen haben sie ein neues profilbildendes Gebiet gefunden: die Atompolitik. Klar, ich will weder den Atommüll in meinem Garten noch in dem Garten meines Nachbarn haben. Aber ich will auch nicht tausend Windräder in der Nachbarschaft haben, ich mag keinen Übertage-Abbau, keine Kohlenbergwerke, ich finde die Gülle-Energie-Tanks hässlich, ärgere mich über Tiefsee-Bohrungen, und sämtlichen anderen Bohrungen, ich finde es furchtbar, wenn alle anfangen, ihre Häuser mit Holz zu heizen, weil das die Luft am stärksten mit einem fiesen Coctail aus Abgasen belastet und erbärmlich stinkt…das einzige Mittel zur Energiegewinnung, das ich mag, sind Solarzellen. Und - oh Wunder - die Grünen werben vor allem damit. Wunderbar. Nur weiß jeder, dass man mit Solarzellen den Energiebedarf selbst bei sparsamer Lebensweise nicht annähernd decken kann. Die Atomenergie ist für Umwelt und Klimaschutz am besten, die Nachteile liegen leider ebenso auf der Hand: das unkalkulierbare Risiko, das der Restmüll birgt und die gesundheitlichen Risiken eines GAUs, der zwar mit den modernen AKWs immer unwahrscheinlicher aber nie auszuschließen ist. Eine Lösung habe ich auch zu diesem Thema nicht anzubieten, aber fallsl jemand sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen möchte, sollte er seine Tageszeitung oder - noch wichtiger - seine Wochenzeitung ignorieren und sich solide und etwas beständigere Quellen wählen als politische Informations-Plattformen.

04.02.11

Permalink 12:38:20, von Moorwackler E-Mail , 901 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Parteien, GRÜNE, SPD, Internet, Nachrichten, LINKE

tagesschau kämpft für grün-rot und die Frauenquote

Die tagesschau galt seit jahrzehnten in Deutschland als Muster für ausgewogene Berichterstattung und Neutralität. Leider ist bei dieser Firma wie bei vielen anderen auch der Eintritt ins Internet nicht ohne politische Zuspitzung abgelaufen. Vielleicht liegt es daran, dass sich vor allem die jüngeren Kollegen dort engagieren, die Temperament mehr schätzen als journalistische Disziplin, vielleicht liegt es daran, dass man glaubte, im Internet auch durch niedriges Niveau noch positiv auffallen zu können, wie auch immer, die Berichterstattung ist weniger neutral, als sie es mal war.
Ein Beispiel für diesen Trend ist die heutige Zusammenfassung von ARD-DeutschlandTrend.

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02.02.11

Permalink 08:27:18, von Moorwackler E-Mail , 165 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Abtreibung, Rassismus, Teenagerschwangerschaften, §218, Totalitarismus

Abtreibung und Rassismus

Das Herz aller Ungerechtigkeit ist der Stolz. Der Stolz überhebt uns über andere Menschen und entbindet uns aller Gesetze. Ein Herrscher, der willkürlich urteilt, erscheint uns daher selbstherrlich, ebenso wie ein Mensch, der andere nach seinen eigenen Vorstellungen richtet. Am deutlichsten ist die Ungerechtigkeit dort, wo ein Mensch von anderen Menschen getötet wird, weil diese sich in ihrem Wahn eine Welt ausgedacht haben, in der sie darüber zu befinden haben, welchem Mensch es bestimmt ist zu leben. Und unter diesen Fällen sind die am schlimmsten, in denen dieses Urteil dem Menschen anhaftet, sobald er überhaupt gezeugt ist, also zum frühest möglichen Zeitpunkt.
Aus diesem Grund empört uns der Rassismus ebenso wie die Abtreibung: beide gestatten es Menschen, ein Todesurteil über andere Menschen zu fällen, weil sie ihnen in ihrer Welt keinen Platz zum Leben zubilligen. Für die strukturellen Gemeinsamkeiten spielt es keine Rolle, ob diese Regeln von Einzelpersonen oder von Gemeinschaften oder sogar Staaten erfunden werden.

16.12.10

Permalink 13:20:11, von wanderprediger E-Mail , 41 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Religion, Barack Obama, Leaking, WikiLeaks, Julian Assange

Julian Assange = Obama 2.0

Link: http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article11658111/Obama-entzaubert.html


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   AND hit_uri = '/index.php?blog=2&paged=8'
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