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Wer einen gut lesbaren Überblick über den gegenwärtigen Stand der Glücksforschung sucht, wird möglicherweise mit dem Buch “Die Glückshypothese - Was und wirklich glücklich macht” von Jonathan Haidt glücklich.
Haidt versucht, moderne Erkenntnisse der Glücksforschung und Weisheiten alter Kulturen in einer gemeinsamen Glücksformel zu vereinigen. Dabei muss man dazu sagen, dass die Auswahl alter Weisheit etwas eng geraten ist, aber interessant sind vor allem seine Informationen zur Forschung. Und obwohl er sich als “liberal” bezeichnet, drängt ihn sein Forschungsgebiet weit ins Lager der Konservativen - viel weiter, als es ihm selbst bewusst zu sein scheint. Glücklich sind nämlich Menschen, die verheiratet sind, Kinder haben, zu einer Religionsgemeinschaft gehören und in einer Gesellschaft mit klaren moralischen Maßstäben leben.
Gerade die Faktoren “verheiratet” und “religiös” sind so mächtig, dass viele andere, kleinere Faktoren sie nicht aufwiegen können. Zur Veranschaulichung konstruierte er zwei Leben, die er folgendermaßen beschreibt:
Ende der 80er Jahre bildete sich in der DDR die Basisgruppe „Kirche von Unten“ (KvU) eine oppositionelle evangelische Gruppierung. Im Mittelpunkt standen gesellschaftliche Themen und es gab Veranstaltungen mit systemkritischen Künstlern. Mir waren diese langhaarigen Revoluzzer nicht besonders sympathisch, hatte ich doch erst kurz vorher selber dieser Lebenshaltung den Rücken gekehrt … Aber jeder weiß heute, dass neben treuen bibelgläubigen Betern auch diese “EKD-Laien” Anteil am Ende dieses totallitären Staates hatten. Mauern, Mächtige und Mächte sind gefallen - Freiheit zum Atmen wurde erkämpft und erbetet.
Mittlerweile sind die Jahre durch das Land gegangen. Ich habe sie aus der Perspektive der charismatischen Gemeinden erlebt, anfangs noch in West-Berlin, seit ein paar Jahren nun in Brandenburg. Was gab es da Ende der Neunziger für eine Aufbruchsstimmung: Große Prophetien, Erweckung für ganz Deutschland war noch das Mindeste, was auf der Agenda stand … Wunder, Wunderheilungen, wo man nur hin sah … echte, verblüffende aber auch viele falsche oder noch schlimmer Wunder von der falschen Seite. Vielen falschen Propheten hing man in dieser Herde an den Lippen. Mittlerweile ist neben Frustration aber auch Nüchternheit in die ausgedünnten Reihen eingekehrt … Und das ist nicht das schlechteste, nein ich würde sogar sagen, das war dringend nötig! Denn selbstverständlich brauchen wir die Geistesgaben in unseren Gemeinden, aber wir brauchen auch die Nüchternheit eines Paulus und die wichtige Gabe der Geistunterscheidung, um die Auswüchse der menschlichen Seele von den Werken des Heiligen Geistes zu unterscheiden. Für mich ist diese neue calvinistische Nüchternheit eine wesentliche Korrekturhilfe geworden. Und ich sehe weltweit ein Zusammenwachsen zwischen Charismatikern und Reformierten (Calvinisten). Das beste Beispiel ist der Hamburger Pastor Wegert ( http://www.arche-gemeinde.de ), einer der bekanntesten deutschen Pfingst-Pastoren. Er hat vor ein paar Jahren den Pfingstlern den Rücken gekehrt und ist ins Lager der Calvinisten gewechselt.
OK, nun aber endlich zu den Lektorenkursen: Im gesamten Hoheitsgebiet der EKD werden diese zunehmend häufiger durchgeführt. Die evangelische Kirche der Zukunft wird nämlich eine Laien-Kirche sein [-> http://www.kirche-von-morgen.de/du-bist-oldenburg/ehrenamt_und_gottesdienst.htm ]. In diesen Kursen werden den zukünftigen Lektoren vor allen Dingen Grundzüge der Kirchengeschichte und eine solide Einführung in die evangelische Liturgie vermittelt. Am Ende steht die Befähigung zum Amt des Lektors. Dieser ist allerdings nicht nur für Lesedienste und Ankündigungen zuständig, sondern erhält durch diesen Kurs auch die “Lizenz zum Predigen” und sei es nur eine selbst gewählte “gepfefferte” Lesepredigt. :-)
Daher lautet mein Aufruf an alle, die sich um den Kurs unserer von linksalternativen Gutmenschen gekaperten Evangelischen Kirche sorgen: Laßt Euch zu Lektoren ausbilden!! Homo-Ehen in evangelischen Pfarrhäusern und Verleugnung der eigenen spirituellen Wurzeln? Das ist nicht mehr unsere Kirche! Diese Kirche wird absterben!
Momentan schafft sich unsere Kirche ja schon selber ab … Durch die geplante Gebietsreform, die dazu führt, dass immer weniger Pfarrer für immer größere Gebiete und Verwaltungsaufgaben zuständig sind, wird es zu einer starken Überdehnung der Organisations-Strukturen kommen.
Und das ist unsere Chance: Laßt Euch zu Lektoren ausbilden! Laßt uns mit Gottes Hilfe und Gebet die Macht in unserer Kirche zurückerobern! Unterstützt unsere altgedienten gläubigen Pfarrer! Aber wenn die Wachablösung kommt, dann sind wir vorbereitet … Ok formulieren wir es positiv: Die jungen theologisch-liberalen Polit-Pastoren dürfen nach der Gebietsreform gerne kommen, wir brauchen sie für dringend notwendige Verwaltungsaufgaben, mit denen wir uns nicht rumplagen wollen … Aber predigen, predigen werden wir !!! :-)
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Der Hauptkritikpunkt an der Enthaltung Deutschlands, sich am Lybien-Krieg zu beteiligen, gründet in dem Umstand, dass Deutschland damit allein stehe und sich isolieren könnte.
Der Hauptärger über den Irak-Krieg wurde zumindest angestachelt, als klar wurde, dass Amerika unter Bush einen Krieg, den es für richtig hält, notfalls auch ohne Partner durchzieht.
Da jetzt auch grüne Politiker ganz offen für einen Kriegseinsatz der Bundeswehr sind, wird deutlich, wie sehr gerade diese beiden Punkte ins Gewicht fallen, denn alles, was an trauriger Kriegsphilosophie während des Irakkrieges über deutsche Medien ventiliert wurde, scheint auf einmal weit weg zu sein.
Die USA beteiligen sich an einem Militärschlag gegen das Regime in Lybien. Unter George W. Bush haben sie sich auch mit Militärschlag gegen einen Diktator gewendet, aber der Einsatz wurde in Europa völlig anders bewertet. Am deutlichsten ist der Stimmungswandel in Frankreich zu sehen: dort herrschte unter Bush brüske Ablehnung und heute beteiligen sie sich aktiv an dem Einsatz. Aber auch die Grünen bedauern offensichtlich, dass Deutschland sich nicht am Krieg beteiligt - sorry, die neue Wortwahl ist jetzt “militärisches Engagement". Wie dem auch sei: Deutschland hat sich enthalten, ist aber sehr um eine ausgewogene Stimmung bemüht - und unterstützt den Krieg indirekt, indem es sich in Afghanistan stärker engagiert. Sowohl in Lybien als auch im Irak wurden die Menschen von einem grausamen Despoten unterdrückt, wobei der Zustand im Irak sogar noch schlimmer gewesen sein soll. Darüber hinaus bestand die - von der Weltgemeinschaft anerkannte - Gefahr eines Angriffes durch Giftwaffen, die aber während der langen Vorphase des Krieges beseitigt wurden, so dass der letzte Nachweis bis heute fehlt. Wäre Deutschland mit in den Krieg gezogen, wenn die Menschen im Irak auf Demonstrationen beschossen worden wären? Warum nicht dann, wenn willkürlich Menschen erschossen werden - und ohne große öffentliche Aufmerksamkeit? War das wirklich der große Unterschied zur Obama-Regierung? Würde Europa einen Angriff auf den Iran oder Nord-Korea unter Obama ebenso scharf verurteilen, wie einen Krieg unter Bush? Das wird kaum jemand ernsthaft annehmen.
Waren die alten Vorwürfe gegen Bush zu ungenau?
Zumindest scheint es kein Problem mehr zu sein, oder wenigstens keins, über das noch diskutiert wird. Die Älteren unter uns können sich vielleicht noch an die Zeiten erinnern, als wir alle über CO2-Abgabe, Spritverbauch und CO2-neutrale Produkte nachgedacht haben, wir haben mit kleinen Eisbären auf treibenden Eisschollen mitgezittert…und jetzt? Alles vom Tisch. Kein Mensch spricht mehr darüber. Tausende von Wissenschaftlern haben für eine Änderung der Politik plädiert, Europa hat Milliarden-schwere Programme zur Rettung des Weltklimas ausgegeben, obwohl jeder wusste, dass so ein Wandel des Klimas sich schwer und wenn überhaupt nur wenig stoppen lässt. Wir haben in Filmen den Untergang der Welt verfolgt - der natürlich durch den Klimawandel eintrat - und schon die armen Holländer bedauert.
Ich bin kein Naturwissenschaftler und verstehe von Klimaforschung nicht viel. Das Einzige, was ich zu bedenken gegeben habe, war, dass es sich hierbei um ein Thema handelt, dass sich politisch sehr wirkungsvoll einsetzen lässt und das deswegen mit Skepsis verfolgt werden sollte. Es war das Lieblingsthema der Grünen, die mit einem globalen Thema ihre Position in Europa und weltweit weiter zu stärken versuchten. Das spricht weder gegen die wissenschaftlichen Ergebnisse noch dagegen, sein Auto nach Möglichkeit nicht zu benutzen. Es spielt aber sehr wohl eine Rolle für die Frage, wie massiv das Thema in die Öffentlichkeit gebracht wird.
Nun kam den Grünen allerdings die CDU dazwischen, weil Frau Merkel klug erkannt hat, dass man hier freiwillig viel politisches Potential verschenken würde und hat sich zur Gallionsfigur des Klimaschutzes gemacht. Erst haben die Grünen darüber noch ein bisschen gespottet, aber sie mussten widerwillig einsehen, dass das Thema nun verloren war - seitdem hört man davon nichts mehr.
Stattdessen haben sie ein neues profilbildendes Gebiet gefunden: die Atompolitik. Klar, ich will weder den Atommüll in meinem Garten noch in dem Garten meines Nachbarn haben. Aber ich will auch nicht tausend Windräder in der Nachbarschaft haben, ich mag keinen Übertage-Abbau, keine Kohlenbergwerke, ich finde die Gülle-Energie-Tanks hässlich, ärgere mich über Tiefsee-Bohrungen, und sämtlichen anderen Bohrungen, ich finde es furchtbar, wenn alle anfangen, ihre Häuser mit Holz zu heizen, weil das die Luft am stärksten mit einem fiesen Coctail aus Abgasen belastet und erbärmlich stinkt…das einzige Mittel zur Energiegewinnung, das ich mag, sind Solarzellen. Und - oh Wunder - die Grünen werben vor allem damit. Wunderbar. Nur weiß jeder, dass man mit Solarzellen den Energiebedarf selbst bei sparsamer Lebensweise nicht annähernd decken kann. Die Atomenergie ist für Umwelt und Klimaschutz am besten, die Nachteile liegen leider ebenso auf der Hand: das unkalkulierbare Risiko, das der Restmüll birgt und die gesundheitlichen Risiken eines GAUs, der zwar mit den modernen AKWs immer unwahrscheinlicher aber nie auszuschließen ist. Eine Lösung habe ich auch zu diesem Thema nicht anzubieten, aber fallsl jemand sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen möchte, sollte er seine Tageszeitung oder - noch wichtiger - seine Wochenzeitung ignorieren und sich solide und etwas beständigere Quellen wählen als politische Informations-Plattformen.
Die tagesschau galt seit jahrzehnten in Deutschland als Muster für ausgewogene Berichterstattung und Neutralität. Leider ist bei dieser Firma wie bei vielen anderen auch der Eintritt ins Internet nicht ohne politische Zuspitzung abgelaufen. Vielleicht liegt es daran, dass sich vor allem die jüngeren Kollegen dort engagieren, die Temperament mehr schätzen als journalistische Disziplin, vielleicht liegt es daran, dass man glaubte, im Internet auch durch niedriges Niveau noch positiv auffallen zu können, wie auch immer, die Berichterstattung ist weniger neutral, als sie es mal war.
Ein Beispiel für diesen Trend ist die heutige Zusammenfassung von ARD-DeutschlandTrend.
Link: http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article11658111/Obama-entzaubert.html
Die Stelle des charismatischen Weltführers ist wieder vakant. Pop-Star Obama erreicht keine Chartplazierungen mehr und die kreischenden antiautoritären “FührerbefiehlWirfolgenDir"-Groupies dieser Welt sind dabei der Charme-Offensive des neuen Welterlösers Julian Assange zu erliegen.
NextBigThing? is WikiLeaks? etc …
Link: http://www.pi-news.net/2010/12/das-zeitalter-der-verstellung/
"Politische Korrektheit ist eine Art magischen Denkens. … Glücklicherweise gibt es eine kleine aber wachsende Zahl von wirklichen Denkern und Gelehrten meist konservativer Neigung, welche die Wegweiser nach vorne gedreht haben.” …
Ja, ein Glück! :-)
Alle reden vom infowar und beklatschen die “mutigen” Attacken die von den WikiLeaks-Hackern gegen Palin, Amazon et al. geflogen werden … Wenn die US-Airforce jetzt mal gegen die WikiLeaks-Medien zurückschlagen, geilen sich die europäischen Communities, die jahrelang sicher unter dem US-Verteidigungschirm postmodern u…nd pazifistisch leben durften natürlich unter Hochgenuss daran auf :-))
Link: http://www.scribd.com/doc/34669844/Der-kommende-Aufstand
Ich hab mir gerade “Der kommende Aufstand - Revolutionäre Bewegung als Abenteuerroman mit soziologischer Sicht” heruntergeladen, um mal 9 Monate vor meinem linksradikalen Sohn das derzeit angesagteste Buch dieser Szene gelesen zu haben … Soweit ich über DE:BUG und FAZ (Nils Minkmar) mitbekommen habe, wird ein neoanarchistischer Weg zwischen Sabotage und Landkommune propagiert sowie nebenbei mal eben die gesamte bürgerliche Linke dekonstruiert und der Lächerlichkeit preisgegeben. Ich als Konservativer erwarte mir daher natürlich rhetorisch brilliante Munition für den täglichen popkuturellen Kampf mit dem politischen Gegner … Aber jetzt mal Schluß mit lustig … In der Zusammenschau mit Ulfkottes ” Vorsicht Bürgerkrieg! ” erhalten wir nun sicherlich eine realistischen Ausblick auf die Zukunft Deutschlands. OK Leute wenn vor uns also wirklich die zur Anarchie führenden kommenden Aufstände in Deutschland liegen sollten … die Macht werden danach selbstverständlich nicht unsere revolutionären Kinder bekommen, sondern die Dorgenbosse, libanesischen Clans und Warlords … die Decke der Zivilisation ist nun mal HAUCHDÜNN … Als Pietist kann ich da nur sagen: “Ja Herr Jesus, komme bald!!!” …