Wer einen gut lesbaren Überblick über den gegenwärtigen Stand der Glücksforschung sucht, wird möglicherweise mit dem Buch “Die Glückshypothese - Was und wirklich glücklich macht” von Jonathan Haidt glücklich.
Haidt versucht, moderne Erkenntnisse der Glücksforschung und Weisheiten alter Kulturen in einer gemeinsamen Glücksformel zu vereinigen. Dabei muss man dazu sagen, dass die Auswahl alter Weisheit etwas eng geraten ist, aber interessant sind vor allem seine Informationen zur Forschung. Und obwohl er sich als “liberal” bezeichnet, drängt ihn sein Forschungsgebiet weit ins Lager der Konservativen - viel weiter, als es ihm selbst bewusst zu sein scheint. Glücklich sind nämlich Menschen, die verheiratet sind, Kinder haben, zu einer Religionsgemeinschaft gehören und in einer Gesellschaft mit klaren moralischen Maßstäben leben.
Gerade die Faktoren “verheiratet” und “religiös” sind so mächtig, dass viele andere, kleinere Faktoren sie nicht aufwiegen können. Zur Veranschaulichung konstruierte er zwei Leben, die er folgendermaßen beschreibt:
Es gibt zahlreiche Theorien darüber, wie sich die menschliche Sprache entwickelt haben sollte. Aber keine einzige lässt sich anhand der Sprachgeschichte belegen. Und das ist ein ernsthaftes Problem, denn die Geschichte der Sprache können wir über 5000 bis 6000 Jahre hinweg verfolgen. Hierzu ein interessantes Interview mit der Kölner Afrikanistin Christa Kilian-Hatz.
Wer sich auf der atheistischen Wikipedia über die Entstehung der Sprache informieren möchte, wird von solchen Zweifeln natürlich nichts finden. Hier wird im Artikel “Sprache” zur Entstehung blumig erklärt, wie der Mensch in welchem Frühstadium aus kehligen Lauten vor einigen hundertausend Jahren ein Srachsystem entwickelt habe.
Wenn man den Artikel über die Ursprache liest, klingt das schon ganz anders: über eine gemeinsame Ursprache könne man nichts wissenschaftlich brauchbares sagen, weil die Erforschung der Sprache sich über 50000 Jahre erstreckte (man vergleiche nur zu den 400.000 oder mehr Jahren, deren Sprachentwicklung man offenbar genau zu kennen glaubt!). Dabei sind die Möglichkeiten der Forschung hier erheblich besser, weil wir sehr altes Schriftmaterial aus verschiedenen Kulturen haben. Wie kommt es zu dieser Zurückhaltung? Tatsächlich spricht viel dafür, die Entstehung der Sprache im Zweistromland zu suchen. Da aber kein Wissenschftler auch nur eine Sekunde den Gedanken nahelegen möchte, die Geschichte von der Sprachverwirrung in Babel könne historisch sein, gibt man sich lieber bescheiden und verliert offenkundig das Interesse an dem Thema.
Das ist nicht schwer zu sagen, man benötigt keinerlei hellseherische Fähigkeiten:
1. Irgendwann wird die Zeit kommen, in der spätere Generationen mit unserer Zeit abrechnen werden.
2. Man wird einen neuen Begriff finden, der die Sache in den Augen der später lebenden treffender bezeichnet und die Bezeichnung “Abtreibung” als Euphemismus für das Zerschneiden und Vergiften von Kindern im Mutterleib empfinden.
3. Man wird sich aber darauf einigen, dass die Kirche vor allem Schuld daran gewesen sei.
4. Es wird zahllose Bücher geben, in denen Atheisten nachweisen, dass das Schweigen zur Abtreibung flächendeckend in Deutschland war und nur ganz vereinzelte Gruppen es überhaupt gewagt haben, das Thema mal öffentlich anzusprechen. Diese Gruppen könnten aber kaum etwas am Gesamteindruck der Kirche ändern.
5. In den Büchern wird nachgewiesen, dass die Katholische Kirche Beratungsscheine ausgestellt haben. Und die Katholische Kirche wird verzweifelt aber unerhört nachzuweisen versuchen, dass sie das ja dann geändert hat.
6. Und man wird darin alle Zitate von Kirchenleuten finden, die sich sogar aktiv für Abtreibung eingesetzt haben und sogar zu den politisch aktivsten Gruppen überhaupt gerechnet werden müssen.
7. Insgesamt wird man daher das Christentum als Hauptschuldner ansehen und die Abtreibung als weitere Schuld der Kirche.
8. Die Theologen werden sich dann überbieten, nachzuweisen, dass Abtreibung mit dem Christentum überhaupt nicht vereinbar sei und die Kirche damals (mal wieder) völlig in die Irre gegangen ist.
9. Die ganzen Bilder von abgetriebenen und zerstückelten Föten, die jetzt auf dem Index stehen, werden dann in jedem Geschichtsbuch auftauchen. Der Lehrer wird mit seiner Klasse Dokumentarfilme sehen, in denen Ausschnitte aus medizinischen Lehrfilmen enthalten sind und die Abtreibung in aller Grässlichkeit detailtreu darstellen.
10. Schüler werden fassungslos die Frage stellen: Wie war so etwas möglich? Wussten die Leute nichts davon?
Viele Politiker haben in den letzten Tagen ihr Herz für die Wissenschaft entdeckt und das ist natürlich erfreulich. Sie bedauerten - vermutlich ernsthaft und zutiefst - die Konsequenzen, die Guttenbergs Dissertation für den “Wissenschaftsstandort Deutschland” (z.B. Herr Gysi) hätte, wenn er weiter Politiker geblieben wäre. Aber auch die Wissenschaftler selbst sind erleichtert, dass nicht der Eindruck entstehe, es sei im Bereich der Wissenschaft alles “Lug und Trug” und habe keine “Konsequenzen für die berufliche Laufbahn".
Herr Guttenberg wird vermutlich beruflich nicht allzu tief fallen, trotzdem bedeutete die “Konsequenz für seine berufliche Laufbahn", dass er wenn es nach der Opposition ginge, ein Berufsverbot erhielte. Nun gibt natürlich auch den promovierten Taxifahrer. Angenommen, es käme heraus, dass er bei seiner Dissertation das Urheberrech verletzt hätte. Müsste er seinen Beruf aufgeben? Sein Titel würde ihm aberkannt, und u.U. müsste auch er sich vor Gericht wegen Verletzung des Urheberrechtes verantworten. Aber ein Berufsverbot als Taxifahrer? Soweit würde man wohl kaum gehen. Anders sieht der Fall freilich bei einem Wissenschaftler aus, denn für ihn bedeutet eine Aberkennung des Titels vermutlich durchaus das Ende seiner wissenschaftlichen Karriere.
Das Herz aller Ungerechtigkeit ist der Stolz. Der Stolz überhebt uns über andere Menschen und entbindet uns aller Gesetze. Ein Herrscher, der willkürlich urteilt, erscheint uns daher selbstherrlich, ebenso wie ein Mensch, der andere nach seinen eigenen Vorstellungen richtet. Am deutlichsten ist die Ungerechtigkeit dort, wo ein Mensch von anderen Menschen getötet wird, weil diese sich in ihrem Wahn eine Welt ausgedacht haben, in der sie darüber zu befinden haben, welchem Mensch es bestimmt ist zu leben. Und unter diesen Fällen sind die am schlimmsten, in denen dieses Urteil dem Menschen anhaftet, sobald er überhaupt gezeugt ist, also zum frühest möglichen Zeitpunkt.
Aus diesem Grund empört uns der Rassismus ebenso wie die Abtreibung: beide gestatten es Menschen, ein Todesurteil über andere Menschen zu fällen, weil sie ihnen in ihrer Welt keinen Platz zum Leben zubilligen. Für die strukturellen Gemeinsamkeiten spielt es keine Rolle, ob diese Regeln von Einzelpersonen oder von Gemeinschaften oder sogar Staaten erfunden werden.
Die Wochenzeitung DIE ZEIT widmet sich in ihrer aktuellen Ausgabe (37/2010) der Rechtfertigung des Atheismus gegenüber seinen Gegnern. Ich habe mir die Ausgabe nicht gekauft, weil ich natürlich kein Geld in atheistische Mission stecken möchte, aber sehe es dennoch als willkommenen Anlass, das Thema noch mal aufzurollen.
Wenn man mit Atheisten redet, merkt man, dass viele ihre Weltanschauung gar nicht als solche wahrnehmen, sondern eigentlich für den Normalfall einer gesunden Vernunft halten. Man hört dann Aussagen wie “An Gott zu glauben ist genauso wenig ernst zu nehmen, wie an rosa Nilpferde zu glauben. Man darf es, aber man kann nicht erwarten, dass andere das glauben. Und man kann nicht behaupten, dass Leute, die nicht an rosa Nilpferde glauben, damit auch einen Glauben hätten.” Das sind witzige Beispiele, und man ahnt schon, dass selbst Minderbegabte sie leicht vermehren können (lila Einhörner, fliegende Croissants, seifenblasenspeiende Drachen etc…), und sie sagen letztlich alle das Gleiche: man kann nur das ernstnehmen, was man sieht. Alles andere ist Fantasie. Punkt.
Nun wird es an dieser Stelle schon schwierig, denn die lustigen Beispiele leuchten ein, aber sobald man ausformuliert, was sie eigentlich beweisen sollen, verliert das Ganze seinen Reiz. Denn natürlich glaubt auch ein Atheist an Dinge, die er nicht sehen kann, nämlich an Naturgesetze, an die Entstehung des Lebens aus unbelebter Materie, an die Liebe seiner Freundin etc… er wird vielleicht einwenden, dass man aber diese Dinge zuverlässig reproduzieren kann. Aber die Entstehung des Lebens aus unbelebter Materie kann er ja gar nicht reproduzieren. Es ist also gar nicht so einfach, den Atheismus in eine vernünftige Form zu gießen, und dieses Problem stellt sich schon vor der Frage, ob er überhaupt Recht hat.
Aber wir machen es uns zu einfach. Es ist billig, über den Atheismus allgemein zu lästern, und dabei nur einzelne Inkonsistenzen herauszugreifen. Denn es gibt auch konsequente Atheisten, die mit ihrem Atheismus solchen Einwänden trotzen, und vor denen ich großen Respet habe.
Die prominenteste Definition für den Begriff “Aufklärung” dürfte von Kant selbst stammen: “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.” Der Mensch sollte nicht mehr bloß gehorchen, sondern seine Vernunft bemühen. Ab sofort galt nicht mehr, was jemand gesagt hat, sondern das etwas so ist. Die Aufklärer waren sicher keine Anarchisten, aber alle Autorität sollte ihnen durch vernünftige Gründe gestützt sein, und das bedeutete, durch Gründe, die von der Person unabhängig sind.
Die Aufklärer verbanden mit dieser Vorstellung die Hoffnung, die Menschen aus der Bevormundung zu befreien, ja sie überhaupt erst zu Menschen zu machen. Kant sah in dem voraufgeklärten Menschen lediglich eine “Maschine", die durch Aufklärung in den Adelsstand des Menschen erhoben werde. Sie sei die Voraussetzung dafür, dass der Mensch mit der ihm zukommenden Würde behandelt werde.
Tatsächlich muss sich die Aufklärung den Vorwurf gefallen gelassen, genau das Gegenteil bewirkt zu haben, und zwar nicht durch Übertreibung oder Unachtsamkeit, sondern durch ihr zentrales Projekt, die Menschen aus dem alten Gehorsam zu befreien.
Ich möchte hier nur auf einen Artikel von Dr. Thomas Schirrmacher hinweisen, der den Begriff des "Kulturkampfes 2.0" geprägt hat. Der Aufsatz ist Bestandsaufnahme, historische Bewertung und Appell.
http://www.medrum.de/?q=content/der-aufziehende-kulturkampf-20
Hinzuzufügen gibt es nicht viel, außer, dass der Kampf gegen das Christentum der einzige wirkliche Kampf gegen die Verfassung ist, den die Gesellschaft wirklich zu befürchten hat - nur dass er so offen ausgetragen wird, dass der Verfassungsschutz sich wohl nicht damit beschäftigen muss. Dieser Punkt wird von Christen soweit ich sehe noch zu wenig betont.
Wer die Ehe zwischen Mann und Frau gegenüber der homosexuellen Beziehung nivellieren will, kämpft gegen das Grundgesetz (vgl. zu diesem Punkt den zeitlich nachfolgenden Beitrag; Anm. MW). Wer den staatlichen Religionsunterricht abschaffen möchte, kämpft gegen das Grundgesetz. Wer den besonderen Schutz der Religionsgemeinschaften abschaffen möchte, kämpft gegen das Grundgesetz, ebenso wie derjenige, der die staatliche Sonntagsruhe abschaffen möchte.
Das Grundgesetz hat nicht nur verschiedene Freiheiten gesichert, sondern auch das Verhältnis von Staat und Kirche und die Institution der Familie geschützt. Leider haben sich insbesondere die Grünen angewöhnt, in jedem politischen Gegner geradezu reflexhaft einen Verfassungsfeind zu sehen, (und wo das nicht geht, muss das Grundgesetz eben geändert werden), und gerade deshalb ist es wichtig, ihnen das Grundgesetz nicht als persönliches Spielzeug zu überlassen. Auf gute bestehende Ordnungen darf man sich als Christ berufen, solange es sie gibt.
Link: http://www.preach-in.de/content/view/179/37/

“Obwohl Gesundheitsexperten vor Panikmache warnen, sehen manche Christen die Schweinegrippe und die damit verbundene Impfung als Zeichen für die Endzeit. So wurde im Internet die Vision eines charismatischen Theologen veröffentlicht. Johannes Matutis, Pastor der freien Nazarethkirche Berlin, warnt davor, sich impfen zu lassen. Ein Video auf der Internetplattform Youtube suggeriert, mit der Impfung bekomme man zugleich auch das im biblischen Buch der Offenbarung angekündigte Malzeichen injiziert, das für den Antichristen stehe.” Dies meldete idea-spektrum trocken und nüchtern am 18.11.09. Hier kann man die Ketten-Mail von Pastor Matutis nachlesen [ 1,2,3]
Ich bin Allgemeinmediziner und Ältester in einer charismatischen Profilgemeinde der evangelischen Landeskirche und bekam diese “Endzeit-Prophetie"-Ketten-eMail gleich von mehreren verunsicherten Gemeinde-Mitgliedern zur Prüfung weitergeleitet und war gleich nach den ersten Zeilen fassungslos. Um es kurz zu machen: Wir bibelorientierten Christen haben oft ein Problem mit der hohen Kompatibilität von Endzeitbeschreibungen in der Bibel und den Angeboten aus dem New-Age-Supermarkt der Verschwörungstheorien. Am abschreckenden Beispiel von Herrn Pastor Matutis sieht man jedoch ganz dramatisch wohin es führt, wenn sich unsere Geschwister auf den nach unten führenden Strudel von Verschwörungstheorien einlassen und ihr gesamte Denken im Gefängnis eines geschlossenen Verschwörungs-Weltbild landet.
Gott informiert seine Herde über die Endzeit nicht aus den vergifteten Quellen des New-Age-geprägten Verschwörungstheoretikern und schon gar nicht aus antisemitischen Quellen!
Diese Botschaft von Herrn Pastor Matutis kann Menschenleben gefährden … unsere Geschwister sollten unbedingt davor gewarnt werden!
Ich habe Herrn Pastor Matutis per Mail vor den Konsequenzen seines Tun gewarnt (s. Anlage).
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Sehr geehrter Herr Pastor Matutis,
ich bin evangelikaler Christ, der als Hausarzt gegen Schweinegrippe impfen wird. Mir wurde Ihre E-Mail von mehreren besorgten Gemeindemitgliedern zugesendet. Ich habe sie nun endlich gelesen und frage mich fassungslos, wie können Sie Ihre Mitgeschwister nur so in die Irre führen?
Ihre Verschwörungstheorien sind absolut kompatibel mit hochesoterischen Gedankengut, weshalb Sie auch dort veröffentlicht werden. Wollen Sie Beispiele: http://www.xinos.net/kommentare/
Interessanterweise gibt es zwischen der türkischstämmigen Frauenrechtlerin Seyran Ates und mir, einen wertkonservativen bibeltreuen Evangelikalen eine biographische Gemeinsamkeit:
Wir haben beide früher GRÜN gewählt und warnen heute eindringlich andere Menschen davor dies ebenfalls zu tun.
In der heutigen Ausgabe meiner GRUEN-LIBERALEN (und im übrigen ehemals konservativen) Tageszeitung DIE WELT erklärt Seyran Ates, warum sie die GRÜNEN aus großer Enttäuschung heraus seit vielen Jahren nicht mehr wählt …
Bei den Grünen begegnet man den meisten Kopftuchträgerinnen und VerteidigerInnen? des Kopftuchs, den meisten Kulturrelativisten und Multikulturalisten. Den meisten Grünen ist sehr schwer zu erklären, warum ein eigener Straftatbestand Zwangsheirat so wichtig ist, und dass Ehegattennachzug für Frauen ohne Deutschkenntnisse selten einen Segen darstellt. Bei der doppelten Staatsbürgerschaft sind die Grünen schon mal eingeknickt, und von Parallelgesellschaften will ein Grüner selten was hören. Eine kritische Diskussion über Moscheebauten kann den einen oder anderen Grünen sehr aggressiv machen.
All diese Punkte sind in der Tat bei den GRÜNEN mehr oder weniger scharf zu kritisieren. Vor allen Dingen aber in Kombination mit dieser bessermenschlichen Verlogenheit und dem Drang vor offensichtlichen Problemen die Augen zu verschließen oder gar mit der Faschismuskeule zu antworten … kommt es immer öfter zu dem Ergebnis, dass sich in Mitten unserer Gesellschaft das Gegenteil von den propagierten GRÜNEN Zielen (Frauenrechte, Selbstbestimmung, friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen) entwickelt.
Mein Ansatzpunkt ist natürlich nicht uuunbedingt ein feministischer …
Einst selbst Parteimitglied bei den GRÜNEN (Die größten Kritiker der Elche waren früher …), habe ich mich im Rahmen meiner Rückbesinnung auf ein christlich-biblisches Menschenbild dieser Partei zunehmend entfremdet. OK das ist alles ein weites Feld. Ich möchte nicht langweilen und es daher kurz machen: Ich werde eine These formulieren, dann schnell die Lupe auf ein mich ausgesprochen irritierendes Detail richten und das ganze dann schließlich mit einem kleinen Clou enden lassen … Was im übrigen eine probate Methode für Blogautoren ist, die größer erscheinen wollen, als es ihre intellektuelle Substanz hergibt…
These: Die strategisch brillianten 68er - in dessen Tradition die GRÜNEN ja unbestritten stehen - haben wesentliche christlich-abendländische Werte-Grundlagen, die Ehe zwischen Mann und Frau sowie die Familie als Kernzelle der Gesellschaft erfolgreich dekonstruiert, die Rückbesinnung auf einen gesunden Patriotismus durch unsägliche Faschismusdefinitionsausweitungsdiskurse blockiert und durch die sexuelle Revolution sowie linksalternative Sozialingenieurstechniken eine Verwahrlosung weiter Teile der Unterschicht zu verantworten.
Lupe: Sie sind ja lobenswerterweise mutige Streiter gegen Präimplantations-Diagnostik und Stammzelltherapie. Das Absurde ist nur: Wird das im Reagenzglas von den GRUENEN Löwenmüttern heftigst gegen die Reproduktionsindustrie verteidigte Embryo in den Uterus einer Frau eingepflanzt, ist es plötzlich zum Abschuß durch Abtreibung freigegeben, sofern sich die Frau dafür entscheidet … Zu diesem absurden Antagonismus gesellt sich nun auch noch die interessante Konstellation, dass deren Heilsbringer und Weltenretter der gute Barak Obama die böse Stammzelltherapie forciert!
Clou: Vielleicht sehnen sich sogar die GRUENEN in einiger Zeit nochmal nach dem guten alten George W. Bush - wie jeder weiss, ein entschiedener Stammzellforschungsgegner - zurück!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger