Kategorie: Rick Warren

13.05.08

Willow Creek in der "Kirche der Freiheit"

In der evangelischen Kirche gibt es im Rahmen der Aneignung und regionalen Umsetzung des Konzeptes “Kirche der Freiheit” große Hoffnungen bei Mitgliedern von charismatisch-evangelikal geprägten sog. Profil-Gemeinden. Diese aus allen Nähten platzenden “frommen” Gemeinden werden bald erfreulicherweise im Sinne von “Best-Practice” kurz vor dem endgültigen Ausbluteten der liberal geprägten EKD besonders gefördert werden. Dort wittert man nun Morgenluft und will mit forcierter Umsetzung von Willow-Creek- und Gemeindewachstumskonzepten die Herausforderung annehmen.

Alles sehr schön … aber man erlaube mir bitte eine kleine Anmerkung zu Willow Creek … Wir brauchen doch disziplinierte Gemeinden, die Wort und Sakrament empfangen und im Glauben Frucht bringen. Leider befasst sich die moderne evangelikale Bewegung kaum mehr mit der biblischen Lehre von der Gemeinde. Alles ist pragmatisch geworden … A propos pragmatisch … Erfreulicherweise hat der Pragmatiker Bill Hybels eine groß angelegte Studie über Willow Creek veröffentlicht, auf Grund derer er sehr sich selbstkritisch äußert: Willow habe vielfach nicht dafür gesorgt, dass Menschen geistlich wachsen.
OK ohne Willow-Creek- und Rick-Warren-Konzepte wird der Aufbau von neuen evangelikal-charismatisch ausgerichteten Profilgemeinden innerhalb der EKD sicherlich nicht laufen, da viele der Leiter diese offensichtlich schon als festes Gemeindeaufbau-Raster internalisiert haben (siehe beispielsweise auch das troz allem letzlich sehr empfehlenswerte Buch von Sven Schönheit: “Unter offenem Himmel bauen", das sich ja teilweise wie ein Excerpt der Gemeinde-Aufbau-Management-Literatur der letzen 20 Jahre liest).
Ich kann nur sagen … das wird man in meiner Gemeinde nicht wirklich gut finden. Dort dreht sich vieles um das Thema: Zurück zur biblischen Orts-Gemeinde. Konzepte aus dem Umfeld des evangelikalen amerikanischen Pragmatismus wie z.B Willlow Creek oder Rick Warren hört man dort nicht so gerne … Bewegungen wie “Emerging Church” gelten dort gar als Irrlehre.
Wichtig ist daher meiner Meinung nach, dass man nicht dieselben Fehler wie Willow Creek macht und nur noch wunderbare, postmoderne Gottesdienste für Kirchendistanzierte macht, durch die die eigenen Gemeindemitglieder dann aber nicht mehr geistlich auferbaut werden.
Wichtig wäre daher ein starker Schwerpunkt auf JÜNGERSCHAFTSKURSE, die am besten in einer Gemeinde veranstaltet werden, die diesen “Service” für alle anderen Netz-Gemeinden anbietet … Jeder macht das was er am besten kann für alle …
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger


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Bei uns in Deutschland sind die sympathischen Konservativen in der Regel Wertkonservative, die die Werte des christlichen Abendlands gegen den postmodernen Zeitgeist bewahren möchten … in den USA gibt es Konservative, die für einen Compassionate Conservatism also für einen mit den Armen "mitfühlenden Konservatismus" stehen ... und dort gibt es auch eine immer größer werdende Gruppe von wiedergeborenen Christen, die für ihr Land und ihre Regierung beten sowie für eine christlich fundierte Politik eintreten ... nennen wir sie einfach TheoKonservative oder kurz theocons. Wir, die Blogger von theocons.de sehen uns nicht unbedingt als konservativ im altdeutschen Sinne, sondern als deutsche amerika- und israelfreundliche Christen, die politisch interessierte Menschen in Deutschland wieder neu für den dreieinigen Gott, christliche Werte und ein biblisch fundiertes christliches Menschenbild als Grundlage für eine gute Politik gewinnen wollen.

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