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Nobelpreise sind die höchste Zier jeder wissenschaftlichen Laufbahn. Daneben wird seit 1980 noch der sog. “alternative Nobelpreis” vergeben, der vor allem Leistungen honorieren soll, die nicht wissenschaftlich bahnbrechend sind. Die naheliegende Erklärung, es handle sich vielleicht um die Auszeichnung besonders aufopferungsvoller Arbeiten ist ebenso wenig richtig. Man muss hier eher von einem politischen Preis sprechen, denn ausgezeichnet wird der Einsatz für alles, was Politikern im linken Spektrum wichtig ist.
In diesem Jahr wurde u.a. die Kölner Frauenärztin Monika Hauser ausgezeichnet. Ich zitiere die Begründung auf tagesschau.de:
“Sie werde wegen ihres Einsatzes für vergewaltigte Frauen in Kriegs- und Krisengebieten geehrt, erklärte die Right-Livelihood-Stiftung in Stockholm. Hauser setzte sich mit ihrer Organisation “medica mondiale” unermüdlich dafür ein, dass Opfer von “schrecklicher sexueller Gewalt” Hilfe, soziale Anerkennung und Entschädigung erhielten.”
Die Autoren von tagesschau.de berichten ohne kritische Zwischentöne. Allerdings auch ohne, die ganze Wahrheit zu benennen. Denn worin die “Hilfe” besteht, kann man an dieser Stelle bestenfalls erahnen, denn die scheint doch ein wesentlicher Teil der Leistung von Frau Hauser zu sein, wenn man nicht davon ausgeht, dass sie selbst die Frauen entschädigt. Und als Frauenärztin besteht ihre honorierte Leistung auch nicht in der Traumabehandlung. Tatsächlich wird Frau Hauser geehrt, weil sie Frauen und Mädchen zur Abtreibung ermutigt und die Abtreibungen vermutlich auch selbst durchführt. Etwas deutlicher - aber immer noch wie am Rande - wird das in einem Artikel in der “emma” beschrieben.
Leider hätte sie den Nobelpreis selbstverständlich nicht bekommen, wenn sie dafür gesorgt hätte, dass die Kinder von vergewaltigten Frauen auf deren Wunsch in anderen Familien vermittelt werden und auf diese Weise am Leben bleiben könnten. Sie hätte ihn auch nicht erhalten, wenn sie ein Heim für Kinder vergewaltigter Frauen errichtet hätte. Dieser Preis unterstützt keine Leistung, die Menschen hilft, sondern ist ein Koma-Kissen für das Gewissen.
Frau Hauser verweist natürlich auf die “dramatischen Folgen” einer “erzwungenen Geburt", nur leider sind die dramatischen Folgen einer Abtreibung bei den Frauen (Post-Abortion-Syndrom) ebenfalls dramatisch, wobei das größte Drama, nämlich das getötete Kind noch gar nicht berücksichtigt ist!
Der Laudatio wird das keinen Abbruch tun, denn bei einem alternativen Nobelpreis hat niemand den Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit oder gar Transparenz und kann daher ganz ungehemmt seine politischen Ansichten feiern.
“Sie wissen, dass die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.” (Röm 1,32)