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Peter Singers "Praktische Ethik"

12.08.08

Peter Singers "Praktische Ethik"

Was der Bioethiker Peter Singer von der Universität Princeton sagt, ist bekannt. Neu war für mich lediglich die Tatsache, dass deutsche Medien ihm unkommentiert Raum für seine Ansichten geben. In diesem Fall hat er eine Entscheidung eines Ausschusses des spanischen Parlamentes kommentiert, dass “Projekt Menschenaffen” (Great Ape Projekt) unterstützen zu wollen.
Dieses u.a. von Singer gegründete Projekt habe die Aufgabe, “unseren engsten nicht menschlichen Verwandten - den Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans -, ein Recht auf Leben, Freiheit und Schutz vor Folter zuzugestehen".

Klingt nett, gerade wenn man bedenkt wie rührend ernsthaft diese Affen im Zoo ihre Nahrung zerlegen oder ihr soziales Gefüge pflegen. Klar, das Patriarchat müssten irgendwelche feministisch gesinnten Affen noch abschaffen und mit der Egalität unter den Mitgliedern ist es auch nich besonders weit her, aber das kann man sicher ändern. Ein bisschen schwieriger wird es vielleicht, den Schimpansen abzugewöhnen, andere Affen zu fressen (evtl. durch Blauhelmeinsätze), aber wir wissen ja: keine Rechte ohne Pflichten.

Aber im Ernst: was kann man gegen den Vorschlag haben, zumindest Menschenaffen “ein Recht auf Leben, Freiheit und Schutz vor Folter zuzugestehen"? Es wird sich zeigen: sehr viel!

...

Genaugenommen geht es zunächst nur um die Frage, ob man den Affen das Recht auf Leben und Freiheit zugesteht, denn “Folter” (mit politischen Absichten gar) wäre auch durch ein entsprechendes Tierschutzgesetz verboten und keineswegs besonders originell. Bei der Frage, ob man Affen einsperren oder töten darf, geht es also nicht darum ob man Tiere eben dadurch quälen darf sondern einfach darum, die herausgehobene Stellung des Menschen, dessen Leben auch schmerzlos nicht einfach beendet werden darf, zu nivellieren. Singer gibt in dem Kommentar unumwunden zu:
“Paola Cavalieri und ich haben das “Projekt Menschenaffen” 1993 gegründet, um die Barrieren zwischen menschlichen und nicht menschlichen Tieren einzureißen. “
Es ging also auch ihm nicht zuvorderst um die Abschaffung schlechter Haltungsbedingungen in Zoos oder um die Abschaffung der “Folter” von Menschenaffen sondern bewusst und ausdrücklich vor allem um die Stellung des Menschen. Der Nutzen, den die Affen von diesem Vorstoß haben, dürfte sich in Grenzen halten, zumal ihre Freiheitsberaubung zur Erhaltung der Art nach wie vor erlaubt sein soll - wozu sich in Deutschland ohnehin jeder Zoo verpflichtet. Und da die genannten Affen allesamt unter Schutz stehen, ist das Töten ohnehin verboten (im Christentum wäre es allerdings kein absolutes Verbot, sondern beispielsweise an Gedanken wie Artenschutz oder Quälerei gebunden), und an der Nutzlosigkeit dieses Verbotes würde auch ein weiteres Verbot nichts ändern, es sei denn, man versteht die Rechte der Affen so, dass man sofort den Krieg gegen ein Land ausruft, in dem die Affen trotz Verbots getötet werden.
Also kurz, es würde sich für die Affen nichts ändern und darum ging es auch nie. Es handelt sich aber auch nicht einfach um einen Papiertiger sondern um den bewussten Abbau der Menschenwürde. Die Menschenwürde ist nämlich nichts, was man einfach philosophisch nachbilden und beliebig ausweiten kann, weil sie anerkanntermaßen ein christliches Konzept ist. Menschenwürde wird dem Menschen von Gott zugesprochen und an die Ebenbildlichkeit des Menschen gebunden, unabhängig davon, wie zertrümmert dieses Bild ist. Die philosophische Konzeption eines Würde-Begriffes arbeitet hingegen immer mit dem geistigen Vermögen des Menschen, und deshalb argumentiert Singer ja auch ausdrücklich damit, “dass Menschenaffen denkende, ichbewusste Wesen mit einem reichen Gefühlsleben sind” und sieht darin den Grund für ihre Rechte. Auf die Probleme dieser Konstruktion habe ich hier und da schon hingewiesen. An dieser Stelle möchte ich nur zeigen, dass die entwickelten Konsequenzen bei Singer tatsächlich greifbar sind. Im Zusammenhang mit Säuglingen schreibt er in seiner “Praktischen Ethik” (zitiert nach der Reclam-Ausgabe):
“Wo keine Fähigkeit zur Autonomie vorhanden ist, kann die Respektierung der Autonomie nicht gelten.” (S. 235)
Damit begründet er das Recht der Eltern, über das Leben ihrer Kinder auch nach der Geburt zu entscheiden, zumindest sofern eine Behinderung ihr Glück beeinträchtigen könnte. Bei aller Gründlichkeit, die er in seinen Gedanken zeigt, schleicht sich aber doch eine leichte Übelkeit ein, weil man sich fragt, wie schnell es wohl dazu kommen mag, dass man selbst nicht mehr als autonomes und selbstbewusstes Lebewesen anerkannt wird.
Singer wendet sich zwar gegen den Vorwurf, seine Relativierung des menschlichen Lebens habe zu den Verbrechen der Nazis geführt, gibt aber am Ende des entsprechenden Kapitels zu: “Damit soll nicht bestritten werden, dass ein Abweichen von der traditionellen Ethik der Heiligkeit des Lebens ein sehr kleines, doch begrenztes Risiko unerwünschter Konsequenzen mit sich bringt.” (S. 277)
Singer unterscheidet sich in vielen Punkten von den Nazis, aber auf der Grundlage seiner Ethik, wird es immerhin schwierig, sie gründlich zu verurteilen, weil man ihnen im Utilitarismus nur eine Fehlrechnung vorwerfen kann. Sie hätten nach Singer gegen kein göttliches Recht verstoßen, sondern einfach den Nutzen von menschlichem erwachsenen Leben nicht richtig einkalkuliert - wobei noch zu klären wäre, ob jeder ermordete Mensch wirklich in seinem Leben subjektiv mehr Glück als Leid empfunden hat. Im Christentum würde der Gedanke an die Elenden Menschen, die von Nazis hingerichtet werden, erst recht Mitleid auslösen, im Utilitarismus kommt man hingegen sogar in Erklärungsnot, weshalb man so einen Mord überhaupt schlimm findet. Ich empfehle jedem, die Praktische Ethik Singers zu lesen, denn man muss sich selbst mal ein Bild davon gemacht haben, was es bedeutet, menschliches Leben eiskalt und gottlos aufgerechnet vor sich zu sehen. Selbst wenn er sich in seinen Ergebnissen meistens im politisch korrekten Spektrum unserer linken Politik befindet, wird man den Eindruck nicht los, als könnte er auch mit kleinsten Akzentverschiebungen zu völlig anderen Ergebnissen kommen.
Allerdings finde ich auch die erwünschten Konsequenzen wenig attraktiv:
“Wenn wir diese emotional bewegenden, aber im Grund unerheblichen Gesichtspunkte [Singer meint das Niedliche eines Babys; Anm. MW] im Zusammenhang mit der Tötung eines Babys zurückstellen können, vermögen wir zu erkennen, dass sich die Gründe gegen das Töten von Personen nicht auf neugeborene Säuglinge anwenden lassen.” (S.221)
Konsequent bleibt er aber nicht bei Säuglingen stehen sondern legt seine Maßstäbe auch an Erwachsenen an:
“Wenn sie überhaupt keine Erlebnisse haben und auch niemals mehr welche haben können, dann hat ihr Leben keinen Wert an sich.” (S.245)
Diese Feststellung macht er im Zusammenhang mit Koma-Patienten. Aber es wäre naiv, sich zu sehr vom Bild bestimmter Beispiele - in diesem Fall eben die Koma-Patienten - gefangen nehmen zu lassen, denn seine von mir zitierte Begründung für den Wert des Lebens, ist erheblich allgemeiner. Was genau sind denn “Erlebnisse", und welcher Mediziner der Welt kann darüber befinden, dass ein Koma-Patient niemals wieder Erlebnisse haben kann - erstaunliche Beispiele gibt es genug. Und für mich als Gesunden bleibt ein etwas stressiges Gefühl zurück, dass mein Leben durch meine Erlebnisse einen Wert bekommt. Was ist denn, wenn das Leben nicht besonders erlebnisreich ist und auch keine Aussicht bestehen, dass sich daran etwas ändert? Ist dann ein Mensch mit mehr Erlebnissen wertvoller? Genau auf dieses Problem der Graduierbarkeit von Wert-Kriterien bin ich in den o.g. Texten näher eingegangen.
Grundsätzlich bestätigt Singer eben das Problem, auf das ich immer wieder hingewiesen habe, nämlich die Folgen, die sich ergeben, wenn man den Schutz nicht mehr an das Menschsein sondern an bestimmte Qualitäten knüpft, die darüber hinaus gehen.

Singer selbst ist damit ein gutes Beispiel für einen Menschen, der geistesgeschichtlich zwischen den Stühlen hängt: einerseits scheint ihm der hohe Schutz, unter dem menschliches Leben im Christentum steht, zu gefallen, aber nicht dessen weltanschauliche Grundlage. Und bei dem Versuch, eine atheistische Alternative zu formulieren, verliert er den Grund für einen vergleichbaren Schutz und macht durch seine Kosten-Nutzen-Analysen das Recht zu leben in jeder Phase grundsätzlich fragwürdig. Meistens hängt es davon ab, wie weit man die Folgen der Entscheidung abschätzt (z.B. könnte man ein leicht behindertes Kind auch töten, wenn dadurch die Wahrscheinlichkeit auf ein zweites gesundes Kind steigt etc…).
Und bei dem allen kann er nicht die Frage beantworten, weshalb sich jemand überhaupt noch an die von Singer aufgestellte Ethik einlassen sollte. Wieso sollte der Mensch, der einmal gelernt hat, den transzendenten Wert menschlichen Lebens fallen zu lassen, sich bei dem Schutz des Lebens nun an Singers Standards halten? Er kann das sog. “Trittbrettfahrer-Problem” nicht lösen.

Es gibt aber noch ein weiteres Problem an seiner Ethik, dass nicht auf den ersten Blick erkennbar ist: Natur- und Umweltschutz setzen den Herrschaftsauftrag des Menschen voraus! Wenn bei meinen Nachbarn die Hölle los wäre, würde ich sie trotzdem nicht in getrennte Gehege sperren dürfen, um sie voreinander zu beschützen oder die Harmonie zu sichern. Mit der Natur kann ich das durchaus tun, wenn dies eine sinnvolle Maßnahme zum Artenschutz wäre (beispielsweise das Einwandern einer Tierart zu verhindern, durch welche die heimische Fauna zerstört würde). Naturschutz ist also nicht aus der Abkehr vom Christentum entstanden, sondern setzt christliches Herrschafts- und Verantwortungsdenken voraus. Die Natur hat nichts von unserem Gefühl, irgendwie mit allem eins zu sein. Naturschutz ist ein herrschaftlicher Eingriff, der eine eine Hierarchie ausdrückt und einem Einheitsgefühl gerade zuwiderläuft. Es ist daher kein Zufall, dass der Naturschutzgedanke eben nicht in buddhistischen und schon gar nicht in “naturreligiösen” Kulturen sondern im christlichen Abendland entstanden ist und von dort aus in alle Welt verbreitet wird. Singer selbst hat mit dem Umweltschutz erstaunlich große Mühe, weil er seine Ethik ja eigentlich an das Empfindungsvermögen und div. kognitive Fähigkeiten knüpft und nun begründen soll, wieso man auf einmal einen Baum oder ein Ökosystem schützen soll, die ja nichts dergleichen besitzen. Das Kapitel in der “Praktischen Ethik” fällt recht knapp aus und endet mit nicht viel mehr als dem Hinweis darauf, dass die Natur für den Menschen, also wieder für empfindungsfähige Subjekte, schön und lebenserhaltend ist. Über einen sorgfältigen Umgang mit Natur, die nicht als “schön” empfunden wird und dem Menschen auch nicht gerade lebensnotwendig erscheint, kann er nichts sagen. Hier bliebe nur noch die herrschaftliche Fürsorge des Christentum, von der er nichts wissen will. Aber da diesen Punkt ohnehin die meisten seiner Leser beifällig abnicken, fällt niemandem auf, auf was für schwachen Füßen das ganze steht.

Die hier angesprochenen Aspekte von Singers Ethik sind naheliegend und in seiner “Praktischen Ethik” auch mehr oder weniger klar formuliert. Trotzdem werden sie in dem Artikel in der Welt nicht genannt. Statt der Folgen für das Verständnis von “Menschenwürde” wird nur über Rechte für Primaten gesprochen, an denen auf den ersten Blick nicht viel auszusetzen ist. Dieser Zuschnitt ist nicht allein mit Platzmangel zu erklären, denn die nötigen Zusammenhänge ließen sich bequem auf einer Seite der “Welt” darstellen. Es handelt sich eher um eine Kultur der “Dekontextualisierung", die Neil Postman in “Wir amüsieren uns zu Tode” als notwendige Folge des Fernsehens beklagt hat. Sie hat dazu geführt, dass wir Informationen lieber leicht verdaulich ohne viele Facetten konsumieren und uns dadurch unterhalten lassen. Wie viel leichter ist es, sich für die Dauer von ein paar Zeilen ein paar niedliche Affen vorzustellen und ein paar Allgemeinplätzen zuzustimmen (klar, wir Menschen dürfen uns nicht über die Schöpfung erheben, das wäre ja christlich…), als sich mit einem ethischen Ansatz auseinanderzusetzen, der keineswegs in seiner Gesamtheit konsensfähig sein dürfte.

4 Kommentare

Kommentar von: Hartmut Geuder [Besucher]
Hartmut GeuderSchimpansen haben ein unnachsichitges, brutales Ranking. Das Alphatier muss erst festgestellt werden. Von daher: Menschenaffen - unsere Vorbilder, unsere Urahnen= Die Bibel lehrt es anders. Allerdings müssen im urwald Borneos (Fimlm im ZDF mit Hannes Jaennike) Orang-Uthans ein oft grausames Spiel mit sich ergehen lassen, als Babies gefangen, müssen sie dann auf Freizeitveranstaltungen für Touristen den "Clown" machen und für dumme Späße, oft brutal und unter Schlägen erzwungen, herhalten!
Dagegen müßten auch wir Christen etwas unternehmen, meine ich. Man kann für nur drei Euro 1 qm Regenwald kaufen, der dann als Reservat dienen kann für diese armen Kreaturen, vor denen der menschliche Grobian nicht halt macht!
14.08.08 @ 19:03
Kommentar von: Moorwackler [Mitglied] E-Mail
MoorwacklerGundsätzlich sehe ich das genauso. Ich würde allerdings direkt den Blick von den Menschenaffen zu allen bedrohten Tierarten lenken, also auch zu denen, deren geistige Leistungen nicht annähernd an die der Orang Utans heranreichen. Auch das ist nämlich ein fataler Nebeneffekt von Singers Vorgehen, der den Wert eines Lebewesens an seinem kognitiven Vermögen misst - nennen wir es doch einfach mal "Kognitiozismus" :-)

Was spezielle Hilfsangebote angeht, bin ich mittlerweile sehr vorsichtig geworden, weil ich aus diversen Beispielen aus der Entwicklungshilfe weiß, dass Projekte, die gut klingen selten gut sind und oft großen Schaden anrichten. Vielleicht ist die Aktion mit dem Aufkauf von Regenwald gut, vielleicht wird es ebenfalls nur ein Beispiel, das zur Vorsicht mahnt.
Grundsätzlich zeigt es aber, dass Naturschutz nur im eigenen Garten funktioniert. Ich kann mich zwar im Regenwald eines Anderen eins mit der Natur fühlen. Aber aktiven einmischenden Schutz kann ich nur im eigenen Wald betreiben. Und deswegen habe ich ja darauf hingewiesen, dass Naturschutz und Herrschaftsauftrag untrennbar zusammen gehören.
Ich würde mich sehr freuen, wenn es speziell christliche Umweltschutzorganisationen gäbe, die dann vermutlich in einem Gebiet immer die Sorge um die Menschen mit der Sorge um ihre Umwelt verbinden würden. Denn man kann nicht irgendwo Mitleid mit Tieren haben, während die Menschen nebenan verrecken. Vermutlich wäre der Tier- und Umweltschutz einfach ein Bestandteil, um den man fortgeschrittene Missionsarbeit ergänzen würde.
Aber dazu wäre es vermutlich wichtig, wenn das Thema auch in Gemeinden als christliche Aufgabe präsent wäre, denn hier werden Missionare ausgesandt und mit einem Auftrag versehen. Und so wie es früher zu dem Auftrag gehörte, neben dem Evangelium auch für die Gesundheit der Menschen zu sorgen, so müsste es heute dazu gehören, auch ihre Umwelt im Blick zu behalten.

Gruß
Moorwackler
15.08.08 @ 10:49
Kommentar von: myszka [Besucher]
myszkaNa da hat ja wer wieder schrecklich Mühe damit nur irgend ein Tier auf dieser Welt zu sein. Anders als die andern, aber doch einfach nur ein brutales, intelligentes Säugetier..... Und übrigens, da wo die Tiere "verrecken" "verrecken" tatsächlich auch die MEnschen. Das läuft parallel ab und wir hier in unseren Kulturen leben davon.
21.08.08 @ 17:47
Kommentar von: Moorwackler [Mitglied] E-Mail
MoorwacklerMühe ein Tier zu sein? Worin genau besteht denn diese Mühe? Wenn man sich als Tier betrachtet, dann doch auch alle anderen Menschen, man vergibt sich dabei also nichts. Die Tiere interessiert es ohnehin nicht, was der Mensch gerade über sich denkt und an Gott glaubt man dann in der Regel ohnehin nicht. Vor wem sollte man sich also demütigen müssen? Oder meinst du mit "Mühe" etwas ganz anderes?

Es ist im Gegenteil so, dass der Mensch Gott, vor dem er sich wirklich demütigen müsste, durch eine rein naturalistische Sicht der Welt aus dem Blick verliert und seinem Stolz gerade durch die Ablehnung seiner hohen Berufung den Boden bereitet. Es ist ziemlich unproblematisch, sich nur als Lebewesen zu betrachten, als Tier, dass nie schuldig wird und nur seiner Natur folgt. Aber es ist die Geißel des Menschen, sich als Ebenbild Gottes sehen zu müssen, aber gleichzeitig genau zu wissen, dass man von diesem Anspruch um Lichtjahre entfernt ist. Da legt sich der Wunsch doch nahe, dem Anspruch abzuschwören, wo man ihm ohnehin nicht genügen kann.
Dies dann mit einer besonderen menschlichen Leistung oder möglicherweise so etwas wie Demut zu verkaufen grenzt an Wahnsinn.

Die Lösung des Problems besteht auch nicht darin, aus den menschlichen Trümmern wieder einen guten Menschen herzustellen - das wäre frommer Wahnsinn. Als Christen glauben wir vielmehr, dass Gott uns allein aus Gnade annimmt. Und dieses Wissen ist so herrlich wie es demütigt, denn es macht uns zu Kindern - aber zu Kindern Gottes. Und als Kinder kommen wir nicht ins Gericht sondern erben das ewige Leben.

Gruß
Moorwackler
21.08.08 @ 20:29

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