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Der Hinduismus ist tolerant, polytheistisch und weltoffen

19.01.08

Permalink 21:18:47, von Moorwackler E-Mail , 5 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Arbeit, Extremismus, Krisenherde, Menschenrechte, Religion, Christentum, Terrorismus

Der Hinduismus ist tolerant, polytheistisch und weltoffen

Zumindest polytheistisch ist er wirklich

4 Kommentare

Kommentar von: sapere aude [Besucher] E-Mail
sapere audeReligion und Gewalt passt halt wirklich überall gut zusammen.

20.01.08 @ 00:51
Kommentar von: Moorwackler [Mitglied] E-Mail
MoorwacklerJa, dieses Bild haben die Medien erfolgreich vermittelt. Aber wer verübt denn die Gewalt, die tatsächlich die Masse ausmacht? Also wer begeht in Deutschland Morde, Einbrüche, Körperverletzungen? Soweit ich weiß handelt es sich bei Gewalt sogar in den allerwenigsten Fällen um religiöse Gewalt - auch der Islam macht den Braten hier nicht fett.
Und wenn man sich dennoch die religiös motivierte Gewalt ansieht, muss man fairerweise auch die weltanschauliche vergleichen: also Gewalttaten, die von Autonomen, Rechtsradikalen und Atomkraftgegnern u.a. begangen werden.
Bist du wirklich noch der Ansicht, dass Religion Gewalt fördert?

Das zweite Fertigurteil der Medien hat vor allem den Monotheismus als Gewalttäter ermittelt. Dieses Bild wird von Artikeln wie dem verlinkten etwas relativiert, denn die Christen greifen dort noch nicht einmal zur Gegenwehr.
Ansonsten kannst du noch mal den Beitrag lesen "Ist Monotheismus gefährlich?".

Also kurz: die meiste Gewalt wird von nicht-Religiösen Menschen verübt und die grausamsten Diktaturen waren nicht-religiös. Aber innerhalb der Religionen gibt es hier deutliche Unterschiede, die man aber nicht mit den Mustern "Monotheismus" oder "Polytheismus" erklären kann. Aber darauf bin ich ebenfalls in dem Beitrag "Ist Monotheismus gefährlich" eingegangen.
20.01.08 @ 08:10
Kommentar von: Hartmut Slomski [Besucher]
Hartmut SlomskiDie meiste Gewalt wird von nichtreligiösen Menschen ausgeübt?
Also das stimmt ja nun mal überhaupt nicht!
Oder wie war das denn mit den Kreuzzügen, der Inquisition, den Verbrennungen von "Hexen" und "Ketzern" auf den Scheiterhaufen, den Religionskriegen, etc.?
Gerade die meiste Gewalt geht doch wohl von religiosen Menschen aus!
10.09.08 @ 14:52
Kommentar von: Moorwackler [Mitglied] E-Mail
MoorwacklerDie Kreuzzüge waren Kriege. Du müsstest also irgendwie zeigen, dass die meisten Kriege aus religiösen Gründen geführt werden und wurden. Dass dies wohl nicht der Fall ist, sieht man daran, dass du die wenigen Kriege, für die es ein genuin religiöses Anliegen anführen kann, leicht aufzählen kannst (oder fallen dir noch viel mehr ein?). Und dabei waren selbst sie eine gute Mischung aus politischen, wirtschaftlichen und tatsächlich religiösen Gründen. An anderer Stelle habe ich gezeigt, dass die einzigen religiösen Bestandteile der Kreuzzüge gerade heidnischen und nicht christlichen Ursprungs waren: der Kampf um die "heiligen Stätten", die es im Christentum ursprünglich nicht gibt und nicht geben darf!
Ähnliches gilt übrigens auch für die Hexenpanik.

Wenn du auf der anderen Seite alle Toten auflistest, die der Eifersucht, Geld- oder Macht-Gier, der Lust, dem Größenwahn o.ä. zum Opfer gefallen sind (also Unarten, gegen die das Christentum gerade kämpft), wirst du vermutlich auf eine unendlich höhere Zahl kommen. Nur sind diese Masse an Morden keine Berichterstattung wert und werden als "normal" hingenommen oder sehr nüchtern bekämpft. Wenn hingegen irgendwo auf der Welt eine Diskothek hochgeht, weil ein Muslim glaubte, dadurch seine Chancen bei Allah zu verbessern, wird dies überall ausführlich als religiöse Gewalt diskutiert und großzügig auf alle Religionen übertragen.
Du bist möglicherweise der Berichterstattung auf den Leim gegangen.

Moorwackler
10.10.08 @ 11:42

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