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Deutsche Klimaheuchelei

20.12.07

Permalink 11:34:04, von Moorwackler E-Mail , 412 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Klima, Parteien, Wirtschaft, George W. Bush

Deutsche Klimaheuchelei

Was ist los? Deutsche Politiker bremsen die Klimaschutzpläne der EU? Der durchschnittliche Ausstoß soll von jetzt 160mg CO2 auf 120mg gesenkt werden. Der Bundesumweltminister und viele andere Politiker sehen darin eine einseitige Benachteiligung der deutschen Automobilindustrie unter dem “Deckmantel” des Klimaschutzes. Allerdings kann ich nicht erkennen, wie eine konsequente Spritreduktion ohne die vermuteten Wirtschaftsinteressen aussehen sollte. Aber tatsächlich wird in Deutschland der große Teil des Umsatzes in der Branche mit sog. “Premiumfahrzeugen” verdient, und die verbrauchen auch einen großen Teil des Erdöls. Wie soll man aber eine Branche zum Sparen zwingen, die mit Spritfressern ihr Geld verdient? Das Vorgehen der EU kann man nun wirklich nicht als “Deckmantel” bezeichnen. Und die Alternativvorschläge aus Deutschland gehen daher auch direkt zu Lasten der Sparziele.

Nebenbei bemerkt ärgert mich an dieser Debatte auch die stillschweigend beibehaltene Ungleichheit der Menschen, auch im Umweltschutz. Denn es scheint kaum jemanden zu stören, dass es hierzulande manche für unzumutbar halten, auf kleinere Autos umzusteigen, während dies von anderen verlangt wird. Denn aus welchem anderen Grund begrenzt man immer den durchschnittlichen Verbrauch und will Sonderregelungen (gestafelte Einteilung nach Gewicht!) für große und schwere Fahrzeuge einführen? Wieso belohnt man denn das Übergewicht der Premiumfahrzeuge und staffelt nicht nach Zuladung oder Anzahl der Sitzplätze?

Fairerweise muss man dazu sagen, dass die Grünen diese politische Empörung verurteilen und Merkel als “Helfer der Spritfresser-Industrie” bezeichnen (O-Ton der Fraktionschefin der Grünen, Renate Künast, in der “FR"). Nur schade, dass die Grünen immer nur gegen andere scharfe Worte finden. Während ihrer Regierungszeit haben sie jedenfalls keine Bedenken an ihren absurd schweren und schluckfreudigen Dienstwagen verlauten lassen.

Nun glaube ich persönlich nicht, dass der Klimawandel von Menschen verursacht ist, und ich glaube erst recht nicht, dass die geplante Reduktion des CO2-Austoßes bei dem ohnehin geringen Anteil des menschlichen CO2s klimatisch eine Relevanz hat, aber ich halte eine Reduktion für sinnvoll, weil man Ressourcen nicht verschwendet und die Abgase trotz moderner Filtertechnik nach wie vor gesundheits- und umweltschädlich sind.

An dieser Stelle kann Deutschland zeigen, wie ernst es ihm mit dem Umweltschutz wirklich ist. Bislang hat es ihn empört in Amerika vermisst, und gerade dort hat Bush jetzt ein Gesetz unterzeichnet, dass den Verbrauch durchschnittlich um 40% senken soll (also mehr als der geplante Vorstoß der EU), was auf einen Wert von 6,4 Litern hinausläuft - wie ein Journalist mit kraftlosem Zynismus berichtet…

1 Kommentar

Kommentar von: Hartmut Slomski [Besucher]
Hartmut SlomskiAuch ich glaube nicht, daß der Klimawandel von Menschen verursacht wird! Denn es hat im Laufe der Erdgeschichte ständig Klimaveränderungen gegeben. Schon lange, bevor es Menschen gab!
Dies wird doch bloß als Vorwand benutzt, um den kleinen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen und es den Wirtschaftsbonzen zukommen zu lassen. Damit die Leute gezwungen werden sollen ihre Autos, Heizungen, etc. laufend für viel Geld umzurüsten. Oder sich gleich neue Autos anzuschaffen, sich neue Heizungen in ihre Häuser einbauen zu lassen!
Und die Grünen sind doch dabei ohnehin die schlimmsten Heuchler. Deren Bestreben war es doch von Anbeginn ihrer Existenz an unter dem Vorwand des Umweltschutzes die Benzinpreise in die Höhe zu treiben.
Damit sich normale Leute das Autofahren nicht mehr leisten können und die Bonzen mit ihren sprittfressenden Luxuskarossen somit freie Fahrt haben!
13.09.08 @ 01:10

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Bei uns in Deutschland sind die sympathischen Konservativen in der Regel Wertkonservative, die die Werte des christlichen Abendlands gegen den postmodernen Zeitgeist bewahren möchten … in den USA gibt es Konservative, die für einen Compassionate Conservatism also für einen mit den Armen "mitfühlenden Konservatismus" stehen ... und dort gibt es auch eine immer größer werdende Gruppe von wiedergeborenen Christen, die für ihr Land und ihre Regierung beten sowie für eine christlich fundierte Politik eintreten ... nennen wir sie einfach TheoKonservative oder kurz theocons. Wir, die Blogger von theocons.de sehen uns nicht unbedingt als konservativ im altdeutschen Sinne, sondern als deutsche amerika- und israelfreundliche Christen, die politisch interessierte Menschen in Deutschland wieder neu für den dreieinigen Gott, christliche Werte und ein biblisch fundiertes christliches Menschenbild als Grundlage für eine gute Politik gewinnen wollen.

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