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Vergesst den Nobelpreis!

31.10.07

Permalink 10:51:32, von Moorwackler E-Mail , 461 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Wissenschaft

Vergesst den Nobelpreis!

Klar freue ich mich für die Geehrten, aber zum Einen liegen die Leistungen bei der Nobelpreisverleihung i.d.R. schon so lange zurück, dass man daraus wenig über die aktuelle Lage und Qualität der Wissenschaft eines Landes machen kann, zum Anderen sind es eben nur einzelne Sterne im Kosmos der deutschen Wissenschaft.

Ich würde mich also noch mehr freuen, wenn ich wüsste, dass es Strukturen gäbe, die talentierte Nachwuchswissenschaftler nach soliden Kriterien beurteilen. Und genau das ist m.W. leider nicht der Fall. Denn diejenigen, die über das Fortkommen eines Studenten an der Universität entscheiden, sind gleichzeitig diejenigen, die ihn als Arbeitskraft verwenden. Ein Professor muss sich immer entscheiden, ob er seine wissenschaftlichen Hilfskräfte zum Dienst der Wissenschaft oder zu seiner eigenen Bequemlichkeit oder zu seiner eigenen Ehre arbeiten lässt. Und in einer gefallenen Welt, kommt es nur zu oft vor, dass die Wissenschaft dabei das Nachsehen hat. Genaugenommen hat ein Professor noch nicht einmal ein Interesse daran, die Besten (aus dem Blickwinkel der Forschung) auszusuchen. Daher kommt es, dass es oft die gewissenhaften, bescheidenen und fleißigen (Tugenden, gegen die absolut nichts einzuwenden ist!) Akademiker gefördert werden, während kreative und selbstständige Köpfe oft keine Unterstützung finden.

Eine sinnvolle Wissenschaftsförderung bestünde daher in einem staatlichen Stipendienprogramm für Dissertationen und Habilitationen, bei dem man nicht auf die Empfehlung eines Professors angewiesen ist, sondern sich mit einer Projektvorstellung bewerben kann - eventuell zu ausgeschrieben Themen.

Eine weitere Fördermöglichkeit wäre der Ausbau der DFG um einen Bereich zur Förderung der Lehre. Hier sollten Gelder für begabte Lehrer an Hochschulen bereitgestellt werden, damit es in diesem Bereich mehr Anreize gibt, als die Beliebtheit bei den Studenten. Niemand sollte einen guten Didaktiker an der Uni verachten, auch wenn er der Forschung keinen erkennbaren direkten Nutzen bringt. Jede gute Veranstaltung ist ein großer, wenn auch indirekter Nutzen, der sich in der nächsten Generation von Wissenschaftlern auszahlt.

Insbesondere einer christlichen Politik muss die Wissenschaft sehr am Herzen liegen, denn vieles, was politisch korrekt ist, ist wissenschaftlicher Müll. Und nichts dient der Wahrheit so, wie eine ideologiefreie Förderung der Wissenschaften. Und das gilt sogar gerade für die Evolutionsbiologie! Christen sollten hier eher mehr als weniger Geld investieren, denn eine falsche Theorie wird durch nichts gründlicher entlarvt, als durch Forschung! Es wäre also eine grobe Dummheit, hier Geld zu streichen.

Wenn ich dann wüsste, dass jenseits von aller Diskussion um Eliteunis u.ä., Wissenschaft blüht und Interesse weckt, dass ein Forscher oder eine Forscherin ihr Talent der Wissenschaft zur Verfügung stellen möchte und dabei Erfolg hat, bin ich glücklich. Egal, ob dabei ein Nobelpreis herausspringt oder nicht.

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Bei uns in Deutschland sind die sympathischen Konservativen in der Regel Wertkonservative, die die Werte des christlichen Abendlands gegen den postmodernen Zeitgeist bewahren möchten … in den USA gibt es Konservative, die für einen Compassionate Conservatism also für einen mit den Armen "mitfühlenden Konservatismus" stehen ... und dort gibt es auch eine immer größer werdende Gruppe von wiedergeborenen Christen, die für ihr Land und ihre Regierung beten sowie für eine christlich fundierte Politik eintreten ... nennen wir sie einfach TheoKonservative oder kurz theocons. Wir, die Blogger von theocons.de sehen uns nicht unbedingt als konservativ im altdeutschen Sinne, sondern als deutsche amerika- und israelfreundliche Christen, die politisch interessierte Menschen in Deutschland wieder neu für den dreieinigen Gott, christliche Werte und ein biblisch fundiertes christliches Menschenbild als Grundlage für eine gute Politik gewinnen wollen.

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