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Man kann die Familienpolitik der Nazis leicht zusammenfassen: “Mütter” wurden geehrt, wenn sie gutes Erbmaterial möglichst oft weitergaben. Sie mussten arisch, durften nicht “kriminell” sein oder “asozial” sein oder krank sein.
Natürlich wurde das Wort “Mutter” in diesem Zusammenhang erwähnt, aber tatsächlich wurden Frauen dadurch zu “Zuchttieren". Um die Fürsorge der Frau für ihre Kinder ging es dabei gar nicht. Zuviel Einfluss der Eltern auf die Kinder konnte Hitler wie jedem anderen Diktator gar nicht recht sein, weil er die ideologische Indoktrination der nächsten Generation lieber unter staatliche Aufsicht stellen wollte ("die Jugend gehört uns"). Ab einem bestimmten Alter hörte daher die Bewunderung für die mütterliche Zuwendung zu ihren Kindern auf, und die Kinder sollten nach Möglichkeit ihre Zeit in der Hitler-Jugend und im BDM verbringen.
Gegen eine Arbeitstätigkeit der Frauen hatten die Nazis grundsätzlich nichts einzuwenden. Dass sie zunächst aus der Arbeitswelt herausgedrängt wurden, hatte keine ideologischen Gründe, sondern sollte den Arbeitsmarkt entspannen (was sogar gelang). Als es zu einem Arbeitskräftemangel kam, wurden sie wieder - und oft widerwillig - ins Arbeitsleben zurückgelockt.
Mit Familienfreundlichkeit oder der Achtung vor dem Beruf “Mutter” hatte die Familienpolitik der Nazis wenig zu tun.