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Plädoyer für einen schwachen Staat

15.08.07

Plädoyer für einen schwachen Staat

Keine Religion der Welt kommt mit weniger Staat aus, als das Christentum.

Der Staat übernimmt bislang die Aufgabe des Königs, der die Kraft eines Volkes repräsentiert, für die Einheit sorgt und nach außen repräsentieren kann.
Der Staat betätigt sich als Priester, indem er an Gedenktagen oder an Gedenkorten für sein Volk büßt, und der Staat ist Prophet, indem er Gesetze erlässt und durch sie das Bewusstsein für Richtig und Falsch, für Gut und Böse erschafft.

Keine dieser Funktionen stehen ihm zu, denn Jesus ist für uns König Priester und Prophet in einem. Wir benötigen keinen starken Menschen an der Spitze, keinen Repräsentanten in teuren Autos. Wir benötigen auch keinen Menschen, der sich um unsere Schuld kümmert oder unser Bewusstsein prägen möchte.

Die wenigen Aufgaben, die noch bleiben sind: das Gesetz Gottes auslegen, Kriege führen und gegebenenfalls einen losen Rat aus gewählten Vertretern verschiedener Gebiete einzuberufen.
Von diesen Parlamenten sollte es aber möglichst viele geben, damit die einzelnen Vertreter wirklich als Personen entsandt werden können und nicht einfach als Vertreter einer Partei gewählt werden. Die Parlamentarier sollten nur zu bestimmten Zeiten zusammenkommen und dieses Amt nicht hauptberuflich erfüllen, da sonst automatisch eine Oligarchie entstünde.

Eine derartige Gemeinschaft kleinster Bevölkerungssplitter könnte international nie zu Ehren kommen, es gäbe keine repräsentativen Großprojekte, aber es wäre ein Leben mit niedrigen Steuern und viel Gerechtigkeit (O.K. die Reihenfolge stimmt nicht ganz).

Sollte es eine christliche Politik in Deutschland geben, sollte es ihr anhaltendes Ziel sein, die Kommunen zu stärken und Politik immer von oben nach unten zu delegieren und damit genau dem gegenwärtigen Trend entgegen zu wirken.

Solange es diese Regierungsform nicht gibt, gehorchen wir der irdischen Obrigkeit soweit wie möglich und freuen uns auf die Wiederkunft Christi.

Was haltet ihr von dem Entwurf?

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Bei uns in Deutschland sind die sympathischen Konservativen in der Regel Wertkonservative, die die Werte des christlichen Abendlands gegen den postmodernen Zeitgeist bewahren möchten … in den USA gibt es Konservative, die für einen Compassionate Conservatism also für einen mit den Armen "mitfühlenden Konservatismus" stehen ... und dort gibt es auch eine immer größer werdende Gruppe von wiedergeborenen Christen, die für ihr Land und ihre Regierung beten sowie für eine christlich fundierte Politik eintreten ... nennen wir sie einfach TheoKonservative oder kurz theocons. Wir, die Blogger von theocons.de sehen uns nicht unbedingt als konservativ im altdeutschen Sinne, sondern als deutsche amerika- und israelfreundliche Christen, die politisch interessierte Menschen in Deutschland wieder neu für den dreieinigen Gott, christliche Werte und ein biblisch fundiertes christliches Menschenbild als Grundlage für eine gute Politik gewinnen wollen.

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