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Billy Graham evangelisierte zum letzten Mal in den USA

27.06.05

Permalink 23:47:46, von wanderprediger E-Mail , 436 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: USA, Evangelikale, George W. Bush, Top25-US-Evangelikale

Billy Graham evangelisierte zum letzten Mal in den USA

Link: http://www.idea.de/cfml/homepage/detail_artikel.cfm?ArtikelID=33628

Billy Graham rief zum letzten Kreuzzug in den Flushing Meadows Corona Park im New Yorker Stadtteil Queens und 80.000 kamen, um sich von dem bekanntesten Evangelisten der Neuzeit zu verabschieden.
Ganz besonders beeindruckt war ich jedoch welch ausgeprägte Resonanz dieses Ereignis in der deutschen Presse fand.

...

In der FAZ wurde das Ereignis gleich von 3 verschiedenen Seiten kommentiert: Roland Lindner, beginnt seinem Artikel “Der Letzte Kreuzzug” auf Seite 9 der FAZ dabei … wie sollte es auch anders sein … zunächst einmal negativ, indem er die die Penetranz von religiösen Wegelagerern auf dem Weg zum Stadion beschreibt, die ihn im Wechsel bekehren oder ihm etwas verkaufen wollen …
Dann gehts los: “Graham ist ein Vertreter der sogenannten evangelikalen Religionstruppen. Darunter fällt eine Vielzahl von Gemeinschaften konservativer und sehr bibeltreuer Protestanten wie Baptisten und Methodisten. eine sehr grosse Rolle spielt bei den meisten Evangelikalen ein Erleuchtungserlebnis.” … “Die Evangelikalen haben in Amerika im Moment großen Zulauf, nicht zuletzt wegen ihrer starken Präsenz in der Politik: Präsident George W. Bush ist ein evangelikaler Methodist und trägt seinen Glauben sehr stark in die Öffentlichkeit.”
Ist immer wieder interessant zu hören, wie unbeholfen Journalisten, die sich detailliert mit Erleuchtungs- und Satori-Ereignissen ostasiatischer Religionen auskennen … sich der Religion ihrer Väter nähern. Der Artikel endet mit einer ein wenig sarkastischen Beschreibung von 2200 Menschen, die zu Billy Graham nach vorne kommen, um zusammen mit ihm und vielen Seelsorgern ihr Leben im Gebet an Jesus Christus zu übergeben. “Das muß allerdings nicht heissen, dass tatsächlich 2200 Menschen frisch erleuchtet sind. Niemand hält einen davon ab, wenn man nach vorne kommt, nur um Billy Graham besser sehen zu können.” Dann werden vom Autor genüßlich offensichtlich Nicht-Erleuchtete beschrieben, die “munter in ihr Handy” sprechen, kleine Jungen, die vom Papa zum Seelsorger geschickt werden und dort überhaupt nichts schnallen. “Man kann den Seelsorgern aber nicht vorwerfen, dass sie sich keine Mühe geben. Milton Williams zum Beispiel, ein stämmiger Mann, mittleren Alters mit afrikanischem Akzent, hält nach verlorenen Seelen Ausschau und spricht die Leute an. Auf die Frage, ob man heute Jesus Christus empfangen habe, läßt er keine Nein gelten: Der Teufel hält dich davon ab. Auch auf die Standardausrede Ein andermal vielleicht hat er eine Antwort: Wer weiß, ob es für dich ein Morgen gibt. Erst nach mehreren Minuten kapituliert er.”
Ja was soll ich dazu noch sagen … Hier hat ein Journalist, der sicherlich in seinen eigenen Augen einen brillianten Artikel über dem mittelschweren religiösen Wahn verfallenen spinnerten Amerikaner hingelegt hat … die grösste Chance seines Lebens verpasst!!!
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger

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Bei uns in Deutschland sind die sympathischen Konservativen in der Regel Wertkonservative, die die Werte des christlichen Abendlands gegen den postmodernen Zeitgeist bewahren möchten … in den USA gibt es Konservative, die für einen Compassionate Conservatism also für einen mit den Armen "mitfühlenden Konservatismus" stehen ... und dort gibt es auch eine immer größer werdende Gruppe von wiedergeborenen Christen, die für ihr Land und ihre Regierung beten sowie für eine christlich fundierte Politik eintreten ... nennen wir sie einfach TheoKonservative oder kurz theocons. Wir, die Blogger von theocons.de sehen uns nicht unbedingt als konservativ im altdeutschen Sinne, sondern als deutsche amerika- und israelfreundliche Christen, die politisch interessierte Menschen in Deutschland wieder neu für den dreieinigen Gott, christliche Werte und ein biblisch fundiertes christliches Menschenbild als Grundlage für eine gute Politik gewinnen wollen.

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