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13.06.13

Permalink 07:18:00, von Moorwackler E-Mail , 316 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Parteien, GRÜNE, Innenpolitik

Grüne Reagenzglas-Demokratie

Wer glaubt, die Grünen wollen durch ihren Mitgliederentscheid so etwas wie Basisdemokratie proben, kennt sie offensichtlich noch nicht sehr lang. Für alle Jüngeren unter uns daher eine kurze Erklärung: die Grünen sind immer begeistert von demokratischen Entscheidungen, wenn das Ergebnis entweder bereits fest steht oder sich in den engen Bahnen des grünen Parteiprogrammes bewegt. Z.B. gab es noch nie einen Bürgerentscheid der Grünen zu den Themen “Ausländer", “Homosexualität", Gender Mainstreaming” etc. Stattdessen sind sie gerne auf eine bereits bestehende Protestbewegung aufgesprungen (auch wenn die wie sich später herausstellte, nachweislich nicht die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich hatte) oder haben sogar andere Länder für ihre basisdemokratischen Entscheidungen verurteilt (so z.B. als die Schweizer gegen den Bau eines Minaretts gestimmt hatten). Und auch in Russland werden Grüne wohl keine Umfragen über Homosexuelle durchführen.

Der Mitgliederentscheid der Grünen ist also reine Imagepolitur im Wahlkampf. Das Risiko hält sich für die Parteispitze in Grenzen, da ohnehin nur Parteimitglieder aus bereits vorgegebenen Themen die Schwerpunkte wählen durften. Kein Wunder, dass das Interesse nicht besonders groß war. Und obwohl die Wahl kein Risiko darstellte, zeigt sie tatsächlich ein Problem, dass solche Basisentscheidungen mit sich bringen. Es gewinnen vor allem Themen, die emotional triggern: Kinder, Tiere, Sex (oder anders gesagt: Kitaplätze, Massentierhaltung und Homosexualität). So spröde Themen wie “Steuerpolitik” haben da wenig Chancen so wie alle anderen Themen, in denen es vor allem um Zahlen geht. Die Themen haben allerdings die Chance, auch in der Basis der Bevölkerung Emotionen anzusprechen, die vermutlich ebenso wenig Interesse an wichtigen Themen zeigt.

Die Entscheidung könnte sich daher für die Partei auszahlen, nur als Wähler darf man sich nicht der Illusion hingeben, unter einer Grünen Regierung mehr entscheiden zu dürfen als jetzt. Tatsächlich haben sie schon jetzt beschlossen, dass Eltern zukünftig verboten werden soll, ihren Kindern therapeutische Hilfe zukommen zu lassen, die auf die Behandlung homosexueller Neigungen abzielt. Eine Umfrage zu dem Thema ist m.W. nicht geplant.

12.06.13

Permalink 08:40:00, von Moorwackler E-Mail , 579 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Kultur, Medien

Eierwerfende Christen?

Die tagesschau berichtet heute über ein Gesetz, das in der Duma praktisch einstimmig beschlossen wurde und die Propaganda von Homosexualität verbietet - auch wenn der Begriff dort ebenso wenig explizit  auftaucht wie im deutschen Antidiskriminierungsgesetz. Vor dem Gebäude soll es Schlägereien zwischen Homosexuellen und “radikalen Christen” und Anhängern der Orthodoxen Kirche gegeben haben. Das einzige Foto, dass als Beleg dafür dient, ist ein Mann, der mit einem wenn ich richtig sehe evolutionskritischen T-Shirt,  ganz entspannt auf zwei völlig überraschte Demonstrantinnen ein Ei wirft. Daneben stehen ein paar Unbeteiligte, die ebenfalls recht entspannt wirken und das Geschehen entweder gar nicht mitbekommen, sich beim Telefonieren von den Eierspritzern gestört fühlen oder witzig finden. Ein sehr merkwürdiges Bild für eine Straßenschlacht, bei der die Emotionen angeblich hoch kochen. Entweder ist die Berichterstattung nur maßlos übertrieben oder im schlimmsten Fall falsch, vielleicht sogar fingiert. Man muss sich nämlich fragen, wie es möglich war, das zufällig dort ein Journalist mit der Kamera schussbereit vor Ort war, wo ansonsten kein Kampf tobt (sie die umstehenden Leute), dabei aber das Glück hatte, wirklich den Moment des auftreffenden Eies festhalten zu können, so dass man gleichzeitig noch genau einen Übeltäter erwischt, der auch noch ein evolutionskritisches T-Shirt trägt und sich so bewegt, dass man es in der Kamera sehen kann. Wer möchte, kann mal versuchen, so einen Moment fest zu halten. In der Regel benötigt man sogar unter Idealbedingungen mehrere Versuche. Und was macht seine linke Hand? Offenbar hat seine rechte das nicht mitbekommen, aber für den Zuschauer sieht es so aus, als drückt er dort auf etwas mit dem Daumen. Die Aufnahme ist möglicherweise mit einem Selbstauslöser gemacht, was erklärt, weshalb er den Zeitpunkt so unglaublich gut festhalten konnte. Selbst wenn es kein Selbstauslöser gewesen sein soll (sondern was?), muss er ein Interesse daran gehabt haben, als eierwerfender Christ in die Presse zu kommen. Denn der Aufnahmewinkel zeigt, dass der Fotograf maximal 1m vom Geschehen entfernt gewesen sein konnte. Der Fotograf kann daher unmöglich unbemerkt an das Geschehen heran gekommen sein, und das bedeutet umgekehrt, dass der unvermummte Eierwerfer 100%ig an exakt dieser Aufnahme interessiert war. Natürlich gibt es bei mehreren hundert Millionen Christen weltweit auch Spinner, aber über diesen Mann kann man bestenfalls sagen, dass er wie ein Christ aussehen sollte.

Ich weiß aus Berichten von Abtreibungsgegnern, dass dort teilweise bewusst Abtreibungsbefürworte (wie sich in Gesprächen vorher heraus stellte) mitgehen, die dann Steine gegen die Gegner der Demonstration werfen und versuchen, einen Streit vom Zaun zu brechen, um die Demonstration zu sabotieren. So etwas ist im Nachhinein kaum noch nachzuweisen.

Weshalb diese Berichterstattung gerade heute in der tagesschau erscheint hat zwei Gründe: erstens gab es gestern einen Bericht über gewalttätige Muslime, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es eine Konzern-interne Policy gibt, nach im Gegenzug auch etwas über gewalttätige Christen berichtet werden muss. Und wenn es nichts besseres gibt, nimmt man auch noch die plumpeste Fälschung. Zweitens ist die tagesschau bemüht, die Gleichstellung von homosexuellen Paaren zu unterstützen und erreicht mit der Kombination aus diesem Bericht und dem Bericht über das neue Gesetz für Homosexuelle Paare, dass jeder, der gegen die völlige Gleichstellung ist, sich auf der Seite unappetitlicher Eierwerfer wiederfindet und allein durch seine Meinung fast zum Gewalttäter wird.

Davon abgesehen fragt man sich natürlich, weshalb der tagesschau die christenfeindlichen Proteste in Deutschland keine Erwähnung wert waren, auch wenn dort öffentlich Bibeln verbrannt wurden und die Polizei Christen den Rat geben musste, sich sicherheitshalber nicht öffentlich als Christen zu erkennen zu geben…

02.05.13

Permalink 11:40:00, von Moorwackler E-Mail , 154 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Wissenschaft, Evolutionslehre, Intelligent Design, Kreationismus

DIe Menschheit kann bestenfalls einige tausend Jahre alt sein

Michael Brandt hat in dem Buch “Wie alt ist die Menschheit. Demographie und Steinwerkzeuge mit überraschenden Befunden” den aktuellen Forschungsstand über die Frühzeit des Menschen zusammen gefasst und die Ergebnisse gewissenhaft diskutiert. Sein Fazit: gäbe es tatsächlich schon seit hundertausenden oder sogar Millionen von Jahren Hominiden, müsste sich die Menschheit viel früher und stärker vermehrt haben. Nimmt man die langen Zeiträume an, muss man weltweit über jahrtausende von einem (beinahe) Nullwachstum bei gleichzeitig sehr guten Lebensbedingungen ausgehen. Dieses Phänomen ist natürlich nicht nur christlichen Wissenschaftlern aufgefallen und wird intensiv diskutiert, ohne dass es dazu befriedigende Lösungen gibt. Wer die genauen Zahlen und Argumente nachlesen möchte, sollte sich das o.g. Buch unbedingt ansehen, es ist auch für Laien gut verständlich geschrieben.

Geht man von einigen Jahrtausenden Menschheitsgeschichte aus, lassen sich die Befunde übrigens sehr leicht erklären. Auch die erstaunlich niedrige Anzahl an Werkzeugen spricht für  eine nur relativ kurze Besiedlung der Erde durch den Menschen.

29.04.13

Permalink 10:36:00, von Moorwackler E-Mail , 624 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: GRÜNE, Homosexualität, abnehmen

Grüne wollen Therapie an sexuellen Empfindungen verbieten

Wie die Welt am 23.3.2013 berichtet, wollen die Grünen Therapieangebote zunächst für Kinder und Jugendliche verbieten, die das Ziel hätten, die sexuelle Identität zu ändern. Wer nur ein wenig Ahnung von politischen Abläufen hat, weiß natürlich, dass es sich dabei um eine Salamitaktik handelt, bei der die eigenen Interessen scheibchenweise durchgesetzt werden. Natürlich gibt es sehr wenig Fälle, in denen Jugendliche mit diesem Anliegen in Therapien kommen, aber wenn dieses Gesetz einmal durch ist, ist der nächste Schritt, nämlich das Verbot für jeden Menschen, seine sexuelle Identität zu ändern, ebenfalls nur noch ein kleiner Schritt und es wäre darüber hinaus unlogisch, ihm nicht zu zu stimmen, wenn man das erste Gesetz bereits gebilligt hat. Es wäre also politische Naivität, sich durch die Formulierung des Gesetzesentwurfes in dem Glauben zu wiegen, es gehe um den Jugendschutz.

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Permalink 10:17:00, von Moorwackler E-Mail , 199 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Medien, abnehmen

Bitte regen Sie sich jetzt mal über Folgendes auf...

Das Steuerbetrug von Ulli Hoeneß ist nicht in erster Linie aus moralischen sondern aus politischen Gründen berichtenswert. Vermutlich gab es in den letzten Wochen einige Morde, Raubüberfälle, Kindesmisshandlungen, die zwar alle viel schwerer wiegen als einen Steuerbetrug, selbst wenn es um hohe Beträge geht. Richtig ist es nicht, aber sicher weniger dramatisch als die genannten Kriminalfällen.

Da Hoeneß prominent ist, wäre sicher zu jeder Zeit über seinen Steuerbetrug berichtet worden, aber dass sich das Thema so lange in den Medien hält, hängt vor allem mit dem Programm der SPD zusammen, schärfer gegen Steuerhinterzieher vorzugehen. Und da sie an sonsten nicht viele Themen hat, müssen Medien, die eine rot-grüne Regierung anstreben, über alles berichten, was dieses Thema unterstützt. Und was könnte willkommener sein, als ein Prominenter, der dabei erwischt wurde, fast eine halbe Milliarde Euro versteckt zu haben. Aus diesem Grund ist der Fokus beispielsweise eher bemüht, die Wogen zu glätten und verweist auf das teilweise fragwürdige Vorgehen bei den Ermittlungen (z.B. wurden Telefone abgehört, während Kinderschändern noch nicht mal beim Surfen zugeschaut werden darf). Natürlich ist es jedem selbst überlassen zu beurteilen, wie er den Schweregrad von Steuerhinterziehung einstuft. Die Berichterstattung hat aber mit dieser Frage nichts zu tun.

24.04.13

Permalink 10:04:00, von Moorwackler E-Mail , 623 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Eltern, Familie, Erziehung, Kinder, abnehmen

Wozu werden Kinder heute erzogen?

Ich habe in den letzten Tagen einen Aufsatz gelesen (ich weiß nicht mehr, wie die Autoren hießen), in dem offensichtlich Nicht-Christen über christliche Erziehung sagten, sie stehe vor dem Dilemma, einerseits Kinder zu Autonomie erziehen zu wollen, gleichzeitig aber schon die klare Vorgabe habe, sie zu Christen zu erziehen, weil sie sonst verloren gingen. Stimmt das? Natürlich, nur gibt es dieses Dilemma in jeder Erziehung. Stelleln Sie sich vor, ein radikaler Grüner hat Kinder - was ja zum Glück selten genug vorkommt. Und stellen Sie sich vor, eines der Kinder würde anfangen, Fleisch zu essen, während ein radikaler Grüner höchstwahrscheinlich Vegetarier oder Veganer ist. Wird er dem Kind hier Freiheit lassen oder seine Speisegebote an die Kinder weitergeben? Wie wird er zu sagen haben, wenn seine Tochter beschließt, Hausfrau und Mutter zu werden? Oder wenn sie ein behindertes Kind nicht abtreiben möchte? Wie wird seine Erziehung aussehen, wenn seine Tochter mit dem Sex lieber bis zur Ehe warten möchte oder abfällig über Homosexuelle spricht? Wird er da wirklich die Autonomie seines Kindes über seine eigenen Werte stellen? Und ich führe die Liste gerne noch weiter, damit man sieht, dass es wirklich eine Menge an Werten sind: Sein Kind findet Atomkraftwerke besser als riesige Parks von Windrädern, es kauft lieber billiges als Öko-Gemüse, es ist bei den Wahlen in Deutschland und (noch schlimmer) in Amerika immer für die falsche Seite und fängt an Bibel zu lesen. Es wird evangelikaler Christ und geht jeden Sonntag in den Gottesdienst. Später schickt es seine Kinder nicht auf eine Gesamtschule, sondern auf ein Gymnasium (wobei das tatsächlich viele linke Politiker gerne tun, auch wenn sie allen anderen deswegen ein schlechtes Gewissen machen) und liest ihnen biblische Geschichten vor. Vielleicht interessiert es sich noch nicht einmal für Politik und findet Glück in seinem Familienleben während es die Demonstrationen ganz entspannt an seinem Haus vorbei ziehen lässt.

Wie wird der radikale Grüne darauf reagieren? Wird er das Kind in seinem Weg ermutigen, wenn er selbst nicht davon überzeugt ist, allein, weil er weiß, dass die Autonomie seines Kindes das höchste Gut ist? Nein, er wird durch seine Reaktionen beweisen, dass er durchaus höhere Güter kennt als Autonomie, denn die hört schon bei der Frage auf, woher man seinen Strom bezieht.

Die Frage ist: Machen Christen es denn grundsätzlich anders?

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Permalink 09:39:00, von Moorwackler E-Mail , 1086 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Eltern, Familie, Erziehung, Kinder, abnehmen

Wie werden heute Kinder erzogen?

Im letzten Beitrag habe ich behauptet, dass die Frage, wer für die Kindererziehung zuständig ist, nicht beantwortet ist. In diesem Beitrag möchte ich versuchen, aufgrund persönlicher Beobachtungen und Fragen ein vorsichtiges Bild davon zu entwickeln, wie Erziehung heute tatsächlich funktioniert.

Natürlich gibt es noch das ganze Repertoire an klassischen Erziehungsmitteln, wie Fernseh- oder Computerspiele-Verbot, oder kleinen Kindern werden Dinge weggenommen, wenn sie nicht ordentlich damit umgehen… Diese für das Kind etwas nervigen aber vergleichsweise harmlosen Erziehungsmittel werden oft durch stärkere ergänzt. Nun stehen sowohl Eltern als auch Kita-Mitarbeiter und Lehrer vor dem Dilemma, dass eigentlich jede Form von Herrschaftsausübung über die Kinder (denn genau das Bedeutet es “Gewalt” auszuüben, also jemanden zu über-wältigen) verpönt ist, andererseits alle darunter leiden, wenn es niemand tut. Die Eltern haben eigentlich lt. Artikel 6 des Grundgesetzes den Erziehungsauftrag. Allerdings wird dort nicht ausgeführt, welche Erziehungsmittel ihnen dafür zu Verfügung stehen. Jede Form von Gewalt sollen sie vermeiden, d.h. es bleiben eigentlich nur noch Loben, Belohnen und bei besonders schweren Fällen Betteln. “Ermahnen” und “Gebote” werden zwar teilweise auch noch in den Kanon der “positiven Erziehungsmittel” aufgenommen, aber wenn eine Ermahnung und die Übertretungn der Gebote keine Konsequenzen hat, durchschauen Kinder das ziemlich schnell.

Schulen haben es da erheblich besser. Sie stellen professionelle Erzieher, die auf dem neuesten Stand der pädagogischen Forschung aus- und weitergebildet und daher im Gegensatz zu Eltern über jeden Verdacht erhaben sind. Sie können ganz entspannt bestrafen, ohne dass sich jemand daran stört: Sonderaufgaben, Klassenbucheinträge, Nachsitzen, Ausschluss vom Unterricht oder notfalls auch von der Schule - oder gleich von allen Schulen, je nach schwere der Verstöße (wobei man im Gespräch mit Lehrern natürlich immer sofort merkt, dass die eigentlich Schuldigen am Fehlverhalten der Schüler die Eltern sind, die in der Erziehung versagt haben…).

Diese Situation ist allerdings im Umbruch begriffen,

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Permalink 08:14:00, von Moorwackler E-Mail , 230 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Eltern, Familie, Erziehung, Kinder, abnehmen

Wer erzieht eigentlich die Kinder?

Diese Frage taucht offenbar auf Elternabenden auf. Lehrer beklagen sich, dass die Kinder mit fast jeder Generation schlechter erzogen sind und sehen die Schuld bei den Eltern. Die verweisen darauf, dass mittlerweile fast in jeder gut bürgerlichen Familie beide Elternteile berufstätig sind und sie ihre Kinder kaum sehen. Ihnen fehlt schlichtweg die gemeinsame Zeit mit ihren Kindern, um sich ernsthaft um ihre Erziehung zu kümmern. Da sich an der Stelle schnell alle einig darin sind, dass die Berufstätigkeit beider Elternteile  ja auch höchst wünschenswert und politisch absolut gewollt sei, geht die ursprüngliche Frage leicht unter:  wer erzieht die Kinder? Solange gut erzogene Kinder in der Schule abgegeben werden, macht es natürlich Spaß, sich einfach nur noch um die religiöse und weltanschauliche Prägung der Kinder zu kümmern, aber mittlerweile wird deutlich, dass man bei dieser Aufgabenteilung die Erziehung schlichtweg übersehen hat. Die Eltern sehen ihre Aufgabe darin, Geld zu verdienen und sich selbst zu verwirklichen und werden auf jede erdenkliche Weise dabei unterstützt. Die Lehrer sind dafür überhaupt nicht ausgebildet und der Lehrplan ist mit Inhalten so gut gefüllt, dass sie keine Zeit haben, individuell jedes Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten, zu fördern und - zu bestrafen. Und da es unpopulär ist, Kinder erziehen zu wollen, will niemand so richtig offiziell zu dieser Aufgabe stehen. Die Frage bleibt daher unbeantwortet und wird mit jeder Generation von neuen Kindergarten- und Schulkindern drängender.

11.12.12

Permalink 15:04:00, von Moorwackler E-Mail , 205 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Weltanschauung, Atheismus / Humanismus, Neoatheisten, bright, brights, Neoatheismus

Was muss man sich eigentlich unter einem "Naturalisten" vorstellen?

Früher nannten sie sich einfach “Atheisten", d.h. sie glaubten ungefähr so fest daran, dass es Gott nicht gibt, wie Christen glauben, dass es ihn gibt. Offenbar fanden sie es aber unbefriedigend, sich allein über den Glauben an jemanden, den es nicht gibt, zu definieren, ist es heute üblicher, sich als “Naturalist” zu bezeichnen. Wenn man sie fragt, was das denn bedeutet, erhält man zwei verschiedene Typen von Antworten: die Einen betonen, dass es nur Natur gibt, also nichts, jenseits der Natur. Die anderen betonen die Wissenschaftlichkeit und verstehen und “Naturalismus” das Vertrauen in ein wissenschaftliches Vorgehen. Wikipedia nennt diese beiden Gruppen “ontologische” und “methodische” Naturalisten.

Wenn man genauer nachfragt, merkt man allerdings, dass diese Gruppen so unterschiedlich gar nicht sind. Die methodischen Naturalisten interessieren sich nicht unbedingt für Statistik und für eine ordentliche Pflege und Justierung von Messapparaten, sondern verstehen unter ihrer “Methode” vor allem und zu allererst, dass man nicht an Gott glaubt und daher tunlichst nur Hypothesen verwenden darf, die ohne Gott auskommen. Ihre wissenschaftliche Methode setzt voraus, dass man Atheist ist. Der ontologische Naturalismus ist also immer die weltanschauliche Basis, die hinter dem methodischen Naturalismus nur oberflächlich verborgen wird. Letztlich bleibt das schlichte Bekenntnis, dass ein Naturalist eben nicht an Gott glaubt.

03.12.12

Permalink 10:14:00, von Moorwackler E-Mail , 912 Wörter   German (DE) latin1
Kategorien: Familie, Freiheit, Erziehung, Bürgergesellschaft, Kinder, Jugend

Kann das Christentum Privatsache sein?

Schon C.S. Lewis schrieb in seinem Essay über “Gliedschaft” (mir liegt nur die deutsche Übersetzung vor), dass die Ansicht, Religion solle sich auf den privaten Bereich zurück ziehen, “paradox, gefährlich und natürlich” sei. Schon damals (in den spätern 50er und 60er Jahren) bedeutete diese Forderung für ihn, die Religion “ans Ende des Regenbogen” zu verbannen. Denn während die Öffentlichkeit behauptet, die Religion sei etwas für Menschen wenn sie allein sind, füge sie mit unterdrückter Stimme hinzu: “Und ich werde dafür sorgen, dass du niemals allein sein wirst.”

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Bei uns in Deutschland sind die sympathischen Konservativen in der Regel Wertkonservative, die die Werte des christlichen Abendlands gegen den postmodernen Zeitgeist bewahren möchten … in den USA gibt es Konservative, die für einen Compassionate Conservatism also für einen mit den Armen "mitfühlenden Konservatismus" stehen ... und dort gibt es auch eine immer größer werdende Gruppe von wiedergeborenen Christen, die für ihr Land und ihre Regierung beten sowie für eine christlich fundierte Politik eintreten ... nennen wir sie einfach TheoKonservative oder kurz theocons. Wir, die Blogger von theocons.de sehen uns nicht unbedingt als konservativ im altdeutschen Sinne, sondern als deutsche amerika- und israelfreundliche Christen, die politisch interessierte Menschen in Deutschland wieder neu für den dreieinigen Gott, christliche Werte und ein biblisch fundiertes christliches Menschenbild als Grundlage für eine gute Politik gewinnen wollen.

Jesus Christus ist Herr!

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