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14.02.09

Die große Ernüchterung

Obama sollte das Verhältnis zu Europa eigentlich wieder kitten und Amerika vor Alleingängen abhalten. Alle, die dies vielleicht hofften, dürften spätestens heute eine Enttäuschung erleben: Obama hat in den ersten Tagen seiner Amtszeit nicht nur versucht, die amerikanische Wirtschaft isoliert zu fördern, sondern seine Außenministerin hat zum ersten Mal ihre Antrittsbesuche in Asien begonnen und nicht wie üblich in Europa. Damit wird gleich zu Beginn von Obamas Amtszeit deutlich, deutlicher vielleicht als durch das böse Wort vom “alten Europa", dass die Machtverhältnisse sich verändert haben. Europa wird zwar aus Höflichkeit “gehört", so wie Obamas Regierung auch alle Parteien im Nah-Ost-Konflikt und auch Nordkorea hören will. Aber die politische Kraft Europas lebt von Nostalgie.


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25.01.09

Obama machts möglich: Embryonenverbrauchende Stammzelltherapie beginnt

Link: http://www.welt.de/welt_print/article3081810/Gelaehmte-sollen-wieder-laufen-koennen.html

Weltweit zum ersten Mal werden jetzt in den USA embryonale Stammzellen im Menschenversuch eingesetzt. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat wenige Tage nach der Amtsübernahme von US-Präsident Barack Obama, den Antrag der kalifornischen Firma Geron dazu genehmigt. Forscher wollen die von Embryonen gewonnenen Stammzellen querschnittsgelähmten Menschen injizieren und hoffen dass diese sich in deren Rückenmark ansiedeln und die Funktion der zerstörten Zellen übernehmen. Die Folge wäre dann, dass Gelähmte wieder Laufen können.

Obama hatte bereits vor seinem Amtsantritt eine liberalere Haltung in der Stammzellenforschung angekündigt. Dazu wollte er die Blockierung der Forschungsgelder für die Stammzellforschung durch George W. Bush aufheben.

Auf den Zusammenhang zwischen dem Amtsantritt Obama´s und der FDA-Zulassung geht DIE WELT wie folgt ein:
“Die Firma Geron hatte ihren 21 000 Seiten starken Antrag für die klinische Studie im März 2008 eingereicht. Die US-Arzneimittelkontrolleure betonten jetzt zwar, dass es keinen Zusammenhang der Genehmigung mit der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama gebe. Die “New York Times” zitierte aber den Verantwortlichen des Forschungsprogramms in Kalifornien, Robert N. Klein, der die Entscheidung in eine “unmittelbare Beziehung zum Regierungswechsel” stellte.”

“Change!” - das gilt nun also auch für die Stammzelltherapie. Wir stehen also kurz vor dem Dammbruch! Obama bringt uns auf dem Weg zur industriellen Verwertung von Embryonen. Ich sehe einen massiven wirtschaftlichen Bedarf an Embryos am Horizont. Wo werden zur Zeit die meisten Embryos “freigesetzt"? Richtig: Bei Abtreibungen … Zyniker werden sagen, dass es vor diesem Hintergrund des steigenden Embryonenbedarfs Sinn mache, wenn Barak Obama gleichzeitig eine staatliche Abtreibungsförderung forciert.
Aber auch die Verwendung von sog. “überzähligen Embryonen", das sind Embryonen, die im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation erzeugt wurden und nicht zur Herbeiführung einer Schwangerschaft verwendet wurden ist moralisch nicht weniger verwerflich. Wahrscheinlich wird diese Methode auf Dauer den Anforderungen der Forschung ebenfalls nicht mehr genügen. Wir treten also zwangsläufig ein in das Zeitalter, in dem Embryonen im Labor gezeugt, genetisch manipuliert, patentiert und geklont werden.

Interessant in diesem Zusammenhang fand ich ja schon immer die Haltung der GRUENEN: Sie sind ja lobenswerterweise mutige Streiter gegen Präimplantations-Diagnostik und Stammzelltherapie. Das Absurde ist nur: Wird das im Reagenzglas von den GRUENEN Löwenmüttern heftigst gegen die Reproduktionsindustrie verteidigte Embryo in den Uterus einer Frau eingepflanzt, ist es plötzlich zum Abschuß durch Abtreibung freigegeben, sofern sich die Frau dafür entscheidet … Zu diesem absurden Antagonismus gesellt sich nun auch noch die interessante Konstellation, dass deren Heilsbringer und Weltenretter der gute Barak Obama die böse Stammzelltherapie forciert!

Vielleicht sehnen sich sogar die GRUENEN in einiger Zeit nochmal nach dem guten alten George W. Bush zurück!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger


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24.01.09

Permalink 10:28:58, von Moorwackler E-Mail , 343 Wörter   German (DE)
Kategorien: Staaten, USA, biblische Ethik, Sexualität, Abtreibung, Reichtum, Geburtenkontrolle, Medizin, Schwangerschaft, Demokraten, Barack Obama

Obama setzt sich für staatliche Abtreibungsförderung ein

Obama hat gleich in den ersten Tagen seiner Amtszeit eine Verordnung seines Vorgängers außer Kraft gesetzt, nach der Organisationen, die Abtreibungen durchführen oder unterstützen keine staatliche Förderung erhalten sollen. Das ist nicht besonders erstaunlich, weil die Haltung zur Abtreibung in Amerika zu einem wichtigen Mittel der politischen Profilbildung geworden ist. Erstaunlich ist vielleicht, wie eilig Obama es mit diesem Thema hatte. Aber es wäre falsch, Obama jetzt als Hauptursache für das ganze Grauen anzusehen, dass durch dieses neue Gesetz für Millionen von Kindern entsteht, denn der Bedarf nach Kindestötungen besteht offensichtlich auch unabhängig von Obama und war schon vor seiner Wahl ein klarer Auftrag seiner Wähler. Mit Clinton überbot er sich regelrecht darin, wer die liberalere Abtreibungspolitik verfechten würde.

Wie kommt es eigentlich, dass gerade in den reichsten Nationen der Welt scheinbar so viele Frauen in Not sind, dass sie keine andere Lösung mehr sehen, als ihre eigenen Kinder zu töten? Die Entwicklungsländer haben hier traditionell eine viel konservativere Vorstellung. Und auch in den Industrienationen sind es nicht unbedingt die ärmsten Frauen, die sich für Abtreibung stark machen sondern die reiche bürgerliche Mittel- und Oberschicht. Die Armen treiben zwar auch viel ab, aber sie sind nicht die Gruppe, die sich laut dafür stark macht. Früher galt es als Zeichen der größten Verzweiflung, wenn Eltern ihre eigenen Kinder aufaßen, was z.B. in Zeiten der Belagerung durchaus vorkam. Heute scheint es ein Zeichen des Wohlstandes zu sein. Vielleicht stimmt es auch, dass größte Armut und größter Reichtum eine ähnlich starke Gier in den Menschen wecken. Damit könnte man zumindest auch erklären, weshalb sich die Grünen und die SPD in ihrer Regierungszeit so für eine Regelung stark gemacht hatten, die gerade die wohlhabenden Eltern finanziell stark für jedes Kind belohnt, während die Armen erheblich weniger Geld bekommen sollten. Vielleicht muss die Wirtschaft wirklich erst zusammenbrechen, bevor die Menschen im Westen sich wieder Kinder leisten können.


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13.01.09

Good Bye Mr. President G. W. Bush!

Link: http://de.youtube.com/watch?v=UPTxVb9WOic

Am Samstag kam auf BBC World News eine weitere Folge von “intelligence squared". Thematisch diskutierte man diesmal die populäre These, Bush sei der schlechteste US-Präsident der letzten 50 Jahre gewesen. Als einer der letzten deutschen Bush-Freunde möchte ich vor allen Dingen auf die Reden seiner beiden namhaften Verteidiger William Kristol, dem Papst der amerikanischen Neokonservativen und Karl Rove, dem erfolgreichen Wahlkampfregisseur von G. W. Bush hinweisen.
Ich denke, dass unseren Kindern in 20 Jahren wesentlich mehr Hintergrundinformationen zur Amtszeit von G. W. Bush zur Verfügung stehen werden als uns heute und man seine Entscheidungen dann in einem anderen Licht sehen wird.

Kurzer Exkurs: Im 20. Jahrhundert wurde die Welt von zwei großen Totalitarismen in Geiselhaft genommen: 1. Faschismus und 2. Kommunismus. Die Welt wurde massgeblich durch den Einfluss der USA von diesen beiden Totalitarismen befreit. Zur Zeit hat ein dritter Totalitarismus der freien Welt den Krieg erklärt: Der Islamo-Faschismus. Diese Ideologie strebt nach der Weltherrschaft. Ich glaube nicht, dass wir ohne die Führung der USA gegen diese Macht irgendeine Chance haben. Ich bin G. W. Bush dankbar, dass er gegen alle Apeasement-Stimmen wie kein anderer dem Islamofaschismus mutig die Stirn geboten hat!

1. G. W. Bush hat die Welt von einem der gefährlichsten Dikatatoren aller Zeiten befreit: Saddam Hussein: Er tötete ca. 500.000 Menschen (u.a. mit chemischen Massenvernichtungswaffen), ließ sich als Reinkarnation Nebukadnezars feiern und wollte Israel vernichten. … Übrigens Massenvernichtungswaffen, 2002 waren wir doch alle überzeugt, dass Saddam diese Waffen hatte. Der Irak-Krieg wurde übrigens aufgrund eines BND-Berichtes über Saddams Massenvernichtungswaffen begonnen! Ich möchte ausserdem daran erinnern, dass der libysche Staatschef Gaddafi durch die harte und konsequente Haltung des amerikanischen Präsidenten dem Terrorismus abgeschworen hat.
2. G. W. Bush hat durch den War against Terror in Afghanistan und im Irak die riesigen Scharen islamofaschistischer Heißsporne, hunderte von Millionen junger Männer in der Arabischen Welt (und den Migrationsghettos Europas!), die nichts besitzen als ihren Zorn [s. Sloterdijk in Cicero 0806] fern von den USA gehalten … Dass es Bush gelang, einen weiteren großen Anschlag auf die USA zu verhindern grenzt doch an ein Wunder! Es sind unter G. W. hunderte Anschlagpläne in den USA rechtzeitig vereitelt worden … Meine Prognose: unter Obama kommt der Super-Anschlag … dann werden die Amerikaner vielleicht erkennen, wie sicher sie unter G. W. Bush lebten!
3. G. W. Bush konnte mit der Auswahl des begnadeten Generals David Petraeus (US-Präsidentschaftskandidat 20016?) und der Konzeption der Truppenaufstockung im Irak (The Surge) den schon verloren geglaubten Sieg im Irak gegen massiven Widerstand der Demokraten sichern … Übrigens: Woran erkennt man, dass es für die USA gut läuft im Irak? -> In den deutschen Medien gibt es keine Irak-Meldungen mehr … Ausser irgenwelche Irre werfen mit Schuhen auf den US-Präsidenten und befriedigen unbewusste deutsche Bush-Attentatsehnsüchte …
3. G. W. Bush verweigerte eine Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls, welches die USA zum Hauptzahlmeister gemacht hätte und deren Hauptglobalisierungskonkurenten China und Indien kostenlos durchgewinkt hätte … ein wirtschaftliches Selbstmordprogramm für die USA … Auf das Thema Klimaschwindel muß ich in diesem Zusammenhang ja nicht extra eingehen …
4. Bush war ein starker Freund Israels.
5. No Child Left Behind Act (NCLB) ist ein Bildungsgesetz, mit der G. W. Bush die Qualität der öffentlichen Schulen der Vereinigten Staaten deutlich verbessert hat.
6. Indem G.W. Bush John Roberts und Sam Alito im Supreme Court installiert hat und Roberts zum Obersten Richter ernannt hat, hat er es auf Jahrzehnte hinaus konservativ geprägt … dies machen sich Obama-Fans nicht wirklich klar!
7. G. W. Bush ist ein wiedergeborener Christ, “Ein Mann des Glaubens

Mr. President, ich danke Ihnen für Ihren Mut!
Mit brüderlichen Grüßen
wanderprediger


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05.12.08

Grundlagen einer christlichen Wirtschaftsordnung

Die Finanzkrise und die zu erwartende Rezession haben tiefgreifende Zweifel an unserer Wirtschaftsordnung geweckt - die allerdings auch nicht sehr tief geschlafen haben. Die Vorschläge sind aber alle altbekannt und bewegen sich auf einer Skala, auf der die Lenkmöglichkeiten des Staates stufenlos gesteigert oder gesenkt werden. Da unsere derzeitige soziale Marktwirtschaft sich irgendwo zwischen den Extremen bewegt, bewegen sich beide Lager zu den Extremen und fordern entweder den Sozialismus oder die völlige Freigabe des Marktes.

Aber sind das wirklich die Alternativen? Muss man sich auf dieser Skala bewegen, auf der man sich nur zwischen Elend der Armen und Diktatur entscheiden kann oder einer beliebigen Mischung aus beidem?
Der Sozialismus verhindert jedes wirtschatliche Denken sowohl bei Bürgern als auch bei der Regierung, die irgendwie alle in kürzester Zeit bettelarm sind. Und in der freien Marktwirtschaft gibt es keine effektiven Mittel gegen die Kapital-Akkumulation, die wiederum die wirtschaftlichen Freiheiten der Ärmsten empfindlich beschneidet. Denn egal was man produzieren will, es gibt immer irgendwo ein Unternehmen dafür, dass jedes Gut zu einem Bruchteil des Preises in perfekter Qualität vertreibt. Wer sich selbstständig machen will kann in der Regel nicht viel mehr als seine Arbeitskraft anbieten und die ist nicht mehr viel wert, weil alle wichtigen Güter schon billig mit wenig Personalaufwand produziert werden. Die Triebfeder der wirtschaftlichen Entwicklung sind dabei die Banken, die das nötige Kapital zu Verfügung stellen. Unsere Wirtschaft lebt davon, dass Zinsnahme akzeptiert ist, was ja bis zur Reformation in Europa nicht der Fall war. Mit dem Geld steht dem Markt daher ein Gut zu Verfügung, das theoretisch unbegrenzt vermehrt werden kann, unabhängig von der technischen Entwicklung und der Arbeitskraft der Menschen ist. Es kann ohne nennenswerte Verzögerung um den Globus wandern und das in unbegrenztem Ausmaß. Da dieses Gut aber gleichzeitig das anerkannte Tauschmittel gegenüber allen anderen Gütern ist, nimmt der ganze Markt die Eigenschaften des Geldes an: jedes noch so große Unternehmen kann auf der ganzen Welt gekauft werden und eine beliebig große Menge kann sich theoretisch auf eine beliebig kleine Bevölkerungsgruppe konzentrieren. Durch die Finanzwirtschaft wird das Wirtschaftsleben erst leichtflüssig. Alle Eigenschaften des freien Marktes werden auf dem Gebiet der Geldwirtschaft ins Unbegrenzte gesteigert. Wenn es in der Wirtschaft gilt, dass derjenige mit dem höheren Kapital auch bessere Verkaufschancen hat, dann gilt das für das Geld im engeren Sinn noch mehr. Hier besteht ja die ganze Leistung in nichts anderem als darin, Geld zu besitzen. Je mehr man hat, desto mehr kann man damit verdienen (wenn man davon ausgeht, dass so Einflüsse wie Talent und Glück in der Bevölkerung einigermaßen nach dem Zufallsprinzip verteilt sind). Und zwar nicht nur beliebig viel sondern auch fast beliebig schnell - je mehr desto schneller. Das Ganze funktioniert naturgemäß nur eine zeitlang, wie man sich an einer einfachen Rechnung veranschaulichen kann, auf die mich ein Freund gestoßen hat: stellen wir uns vor, ein Vorfahre von uns hätte zu Lebzeiten Jesu einen Cent auf sein Sparbuch gezahlt und dort mit 2,5% verzinst. Was könnten wir dann heute erben? Mehrere Tausend €? Nein. Die korrekte Zahl lautet: 28.036.951.059.598.430.000,00 € (nach 2000 Jahren Laufzeit). Das ist ein Vielfaches des gesamten auf der Welt verfügbaren Geldvolumens. Es ist völlig offensichtlich, dass Zinsnahme daher nur für kurze Laufzeiten funktioniert und die Realität den Finanzmarkt in regelmäßigen Abständen in Form von Inflationen, Revolutionen, Kriegen und Währungsreformen einholen muss. Man darf sich über so etwas nicht wundern.

Als ich diese Zahl gehört habe, habe ich zum ersten Mal verstanden, wie klug es von Gott war, Zinsnahme zu verbieten… Mit diesem viel belächelten Mittel hat er nicht nur die Ausbeutung der Armen verhindert sondern auch dem Markt eine potente Schranke verpasst. Außerdem verbot er den Israeliten, ihren Grundbesitz zu verkaufen, der am Anfang gleichmäßig an die Sippen aufgeteilt wurde. Auf diese Weise hat er verhindert, dass eben jenes Gut, von dem es eben nur eine begrenzte Menge gibt - nämlich den Boden - , sich in den Händen weniger anhäuft (dass dies dann doch geschah, lag daran, weil sich offenbar viele nicht an dieses Verbot gehalten haben). Selbst der dümmste und faulste Mensch hatte so immerhin noch ein Grundkapital, dass ihm bei dem nötigen Fleiß ähnliche Verdienstchancen ermöglichte wie allen anderen.

Mit dieser Gesellschaftsordnung ist nicht der Staat der Lenker des wirtschaftlichen Geschehens sondern jeder Einzelne bzw. jede Familie. Durch die einfachen und überwachbaren Sanktionen, dass kein Grundstück verkauft werden und keine Zinsen erhoben werden dürfen, wird wirtschaftliches Arbeiten ermöglicht ohne die Gefahr einer unbegrenzten Kapitalakkumulation. Statt einer Revolution bräuchte man dann nur eine “Flurbereinigung” wie sich in der Landwirtschaft ohnehin in regelmäßigen Abständen und unter viel Gezank nötig ist. Alles Land würde unter den Familien aufgeteilt. Damit es aber nicht zu einer Aufteilung des Landes käme, die wieder die Lebensbedingungen innerhalb von wenigen Generationen vernichten, müsste man den Erbbesitz auf ein Kind (im AT der älteste Sohn) beschränken, das dafür für seine alten Eltern sorgen und seine Geschwister mit der Hälfte des Besitzes auszahlen muss.

Darüber hinaus gibt es im AT noch weitere Gesetze, die vor allem den Armen schützen sollten. Niemand sollte um sein lebesnotwendiges Kapital gebracht werden. Auf die entsprechenden Regeln will ich hier aber nicht im Einzelnen eingehen.

Die Vorstellung, dass der freie Markt sich von selbst reguliert und dabei allen den größten Nutzen bringt, ist der Evolutionstheorie entlehnt (die im gleichen Jahrhundert entwickelt wurde) und funktioniert weder in der Theorie noch in der Praxis. Denn so wie die Evolutionstheorie kalt einfach mit dem Tod der meisten Tiere rechnet, so rechnet der Markt mit dem Untergang der Ärmsten.


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01.12.08

Was ist ein Weltaidstag?

An einem Weltaidstag geht es um drei Ziele “Aufklärung, Schutz und Solidarität". Dabei kann man die Botschaft viel einfacher und klarer formulieren: Es geht um freien Sex mit Kondomen. Über die Schwächen von Kondomen soll nämlich gerade nicht aufgeklärt werden. So bekennt Ann Furedi aus England auf einem Abrteibungskongress ganz offen:

„Mein Sohn“, so sagt Ann Furedi, „soll in einer Welt leben, in der er soviel Spaß mit Sex haben kann wie er will. Und wir wissen doch, dass Verhütung nicht funktioniert. Wir brauchen Abtreibungen als Sicherungssystem. Es wird mehr Abtreibungen geben, wenn mehr Frauen Spaß beim Sex haben – und das ist doch nicht schlecht“.
Und wenn die Verhütung mit Kondomen nicht sicher funktioniert, dann auch nicht der Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Das Risiko ist nicht groß und die Ausfälle der Kondome beruhen meist auf Fehler in der Verwendung. Aber ein gewisses Risiko bleibt bestehen auf das man auch ehrlicherweise hinweisen sollte - wenn man die Aufklärung schon vollmundig als erstes Ziel eines Weltaidstages nennt.

Das dritte Ziel bestätigt leider, was Frau Furedi schon über die Sicherheit von Verhütungsmitteln allgemein sagt: es gibt sie nicht. Denn wenn man gleichzeitig die Verwendung von Kondomen jedem von riesigen Plakatwänden und von allen Seiten einschärft und gleichzeitig mit den Infizierten seine Solidarität erklärt, dann ist das ein stillschweigendes Bekenntnis, dass es in einer Gesellschaft, in der es keine eheliche Treue mehr gibt, auch trotz Kondomen selbstverständlich immer zur Verbreitung von Geschlechtskrankheiten kommen wird. Gleichzeitig will man aber das Thema “Treue” nicht anrühren. Es werden unglaubliche Geldmengen in die AIDS-Forschung gesteckt und der unaufhaltsame Tod durch die Immunschwächekrankheit billigend in Kauf genommen, um Sex nicht an die Ehe binden zu müssen (es geht nicht um Sex, davon haben Verheiratete ohnehin mehr als Unverheiratete), sondern um die Ehe!
Es geht nicht um die Frage, ob Sex für Menschen wichtig ist, sondern ob man den Anspruch der Treue noch erträgt, Sex nur mit einen einzigen Menschen zu praktizieren. Das Thema “AIDS” könnte so einfach vom Tisch sein. Und dabei hätten vermutlich viele derjenigen, die am Weltaidstag dem Mainstream folgen gar keine Probleme mit dem Anspruch der Treue und träumten vielleicht selbst einmal von einer lebenslangen Beziehung. Aber an diesem Tag werden sie aufgefordert, diese Träume aufzugeben, ein gewisses Ansteckungsrisiko und Abtreibung als Verhütungsergänzung billigend in Kauf zu nehmen und ihren Wunsch nach freiem Sex über alle anderen Wünsche zu stellen. Man kann daher ohne Risiko die Aufgabe eines Weltaidstages so beschreiben:
Ein Weltaidstag ist einfach das umständliche Bekenntnis einer Gesellschnaft, ihre Sexualität nicht mehr im Griff zu haben.


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28.11.08

Pädophilie in öffentlichen Kinderheimen und -tagesstätten

Die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) möchte ein Gesetz auf den Weg bringen, durch dass auch geringfügige sexuelle Straftaten in einem erweiterten Führungszeugnis aufgeführt werden. Der Hintergrund sind die wiederholten Fälle von pädophilen Betreuern in öffentlichen Kindertagesstätten und Kinderheimen. Näheres dazu in einem Artikel der SZ. Pädophile suchten sich lt. Zypries gezielt Berufe, in denen sie engen Kontakt zu Kindern hätten. Das neue Gesetz solle hier zumindest die Fälle verhindern, in denen jemand, der schon beispielsweise durch den Handel mit pädophilem Bild-Material leicht vorbestraft wurde, dann eine Stelle als Kinderbetreuer erhält. Bislang erscheinen in den Führungszeugnissen nur Straftaten ab einer Freiheitsstafe von mehr als drei Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen.

Das Thema scheint in den Medien nicht besonders beliebt zu sein, denn von den Fällen, an die Frau Zypries vermutlich denkt, erfährt man nichts außer der Tatsache, dass Frau Zypries dagegen vorgehen möchte. Es passt nicht in diese Zeit, in der alle Eltern arbeiten und ihre Kinder von anderen betreuen lassen möchten, in der keine Kosten gescheut werden, um flächendeckend Kleinst-Kind-Betreuung für alle kostenlos anzubieten wenn nun ein Schatten auf den staatlichen Erziehungssektor fällt. Dabei ist das Problem mit dem neuen Gesetzesentwurf kaum in den Griff zu kriegen, und dafür gibt es Gründe, die nicht einfach mit einer juristischen Lücke erklärt werden können:
Pädophiler Missbrauch kommt fast ausschließlich in Familien mit Stiefeltern vor und fast nie dort, wo die leiblichen Eltern ihre Kinder erziehen. Dieser Unterschied ist frappierend eindeutig. Es stimmt eben nicht, dass es letztlich egal ist, von wem Kinder versorgt werden, denn die leibliche Elternschaft scheint ein massives Schutzwerk in den Gefühlen zu errichten, die sich nicht mit sexuellen Gefühlen vertragen. Das Gleiche gilt ja auch für die Beziehung von Bruder und Schwester. Diese Beobachtung ist banal, wenn sie nicht so schrecklich unmodern wäre.
Die gleichen Mechanismen, die in der Patchwork-Familie so oft zu Missbrauchsfällen führen, muss man auch in anderen Bereichen erwarten, in denen Kinder von Fremden betreut werden. Die Heime haben allerdings viel weniger Erzieher pro Kind und bieten den Kindern dadurch noch weniger Schutz, als sie ihn in einer Patchwork-Familie vielleicht hätten. Der neue Gesetzesentwurf wird nur dafür sorgen, dass keine Bewerbungen von Menschen geschrieben werden, die schon etwas auf ihrem Führungszeugnis stehen haben. An ihre Stelle treten dann eben die Bewerber, die noch ein blankes Führungszeugnis haben weil sie nicht erwischt wurden. Die Leute sind ja vermutlich nicht blöd.

Was kann man stattdessen tun? Nicht viel, aber es wäre schon mal ein Anfang, wenn die Öffentlichkeit anfängt, sich für ihre Kinder zu interessieren. Dies kann z.B. durch wissenschaftlich begleitete Interviews mit Heimkindern anfangen, deren Ergebnisse dann veröffentlicht werden.
Zweitens können Kirchen sich gezielt an Heimkinder wenden und ihnen die Möglichkeit der Beschwerde bieten. Leider sind auch schon genug pädophile Priester an Kindern schuldig geworden. Aber wenn wird darauf warten, bis die Institution mit der weißen Weste auftaucht, könnte es für viele Kinder zu spät sein. Natürlich könnte auch ein gemeinnütziger Verein so einen Anlaufstelle werden, aber bis sich das Bewusstsein in der Bevölkerung entwickelt hat, dass hier Handlungsbedarf ist, wird es noch eine Weile dauern. Und bis dahin könnten Kirchen und Gemeinden diese Aufgabe übernehmen.


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18.11.08

Sind Sie Hesse?

Haben Sie sich eigentlich mal gefragt, wieviel Zeit Sie in den letzten Monaten mit der Regierungsbildung in Hessen verbracht haben? Vielleicht sind Sie Hesse, aber die meisten Deutschen sind keine Hessen und haben sich trotzdem damit beschäftigt. Klar, hier geht es auch um die Frage, wie man in Zukunft mit der “Linken” umgeht und welcher politischen Akzeptanz sie sich erfreut. Aber was hat das mit meinem Wahlverhalten zu tun? Ich wähle die Linke doch nicht, weil sie irgendwo in der Regierungsbildung in Hessen mitwuselt.
Wieviel Zeit haben Sie mit der Wahl in Amerika verbracht? Wieviel Zeit werden Sie in den nächsten Monaten mit nutzlosen Artikeln über Politker vor der Wahl verbringen? Natürlich bekommt man so einen Eindruck von den Personen, aber der ist völlig uninteressant. Entscheidend ist alleine das Parteiprogramm und der schlechteste Kandidat mit dem besten Partei-Programm wird meinen Vorstellungen viel näher kommen als der beste Kandidat eines absurden Programms. Also werde ich die Wahlvorbereitung wie gewohnt auch 2009 kurz halten: alle Parteiprogramm synchron vergleichen (gibt es vermutlich alle kostenlos im Internet also billiger als eine einzige Tageszeitung) und gut ist.

Sparen Sie Geld und Zeit und beschäftigen Sie sich doch mal mit den Themen, die wichtig sind und nicht mit den Themen, die Ihre Zeitung wichtig findet.


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13.11.08

Permalink 10:28:30, von Moorwackler E-Mail , 2625 Wörter   German (DE)
Kategorien: Kultur, Medien, Ökologismus

Der Virus

Es war ein Dienstag im August, als der Bildschirm seines Fernsehers schwarz blieb. Mika versuchte es noch einmal, dann schaltete er alle Sender durch. Er blieb schwarz. Langsam, wie in Trance, bewegte er seine Hand zum “Power"-Knopf, wohl wissend, dass es vermutlich zum letzten Mal sein würde.

Der “Virus” wie er in der Bevölkerung und in den Medien nur genannt wurde, wurde vor ziemlich genau zwei Jahren entdeckt. Die ersten Todesfälle traten in Spanien auf und man ging davon aus, dass Einwanderer aus Afrika ihn eingeschleppt hatten, eine Theorie die dann von zahllosen weiteren Theorien abgelöst wurde, weil es in Afrika selbst erst 4 Monate später zu den ersten amtlich bestätigten Todesfällen kam. Die Entstehung des Virus wurde nie aufgeklärt. Am Anfang sprachen die Boulevard-Zeitungen von einem “Killervirus” und fragten schon nach den ersten Todesfällen, ob der Virus bald zu uns käme und wir alle sterben müssten. Es schien das geeignete Thema für ein Sommerloch zu werden. Aber je schneller sich die Epidemie ausbreitete, desto nüchterner wurden die Schlagzeilen. Der Virus war offenbar nicht nur ein Verwandlungskünstler wie normale Grippe-Viren, sondern auch ausgesprochen langlebig und zäh. Ihm schien weder Trockenheit noch Hitze bis 40 Grad Celsius etwas auszumachen. Wenn er einmal irgendwo saß, auf einem Fenstergriff, an einem Kamm, an der Schere des Friseurs, im Wasser des Schwimmbades oder einfach auf dem Asphalt, dann blieb er da, bis jemand ihn abstreifte. Die Krankheit hatte keinen Namen und verlief immer tödlich. Innerhalb eines einzigen Sommers sind alle großen Städte in Südeuropa ausgestorben. Auf dem Land schien er sich immer erst etwas verzögert auszubreiten. Im zweiten Sommer - es waren vor allem die Sommer, in denen er sich besonders schnell zu verbreiten schien - trat er in allen Städten der Welt auf und überrannte die letzten verschonten Gebiete so schnell, dass die Nachrichtensender kaum hinterher kamen. Tageszeitungen waren für die Berichterstattung mittlerweile zu langsam.

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09.11.08

Permalink 12:50:19, von Moorwackler E-Mail , 1003 Wörter   German (DE)
Kategorien: GRÜNE, Antisemitismus, Neonazismus, Bildung, Geschichte, Faschismus

Das Gerangel um den Antisemitismus

Der Kampf gegen den Antisemitismus scheint neue Formen anzunehmen: die beiden letzten Bösewichte waren der ifo-Chef Hans-Werner Sinn, und jetzt Christian Wulff von der niedersächsischen CDU.
Sinn hat die wachsende Empörung gegen die Banker in der Finanzkrise in einem Interview mit dem tagesspiegel mit der Suche nach einem Sündenbock in der Weltwirtschaftskrise von 1929 verglichen, bei der die Juden an den Pranger gestellt wurden. Wörtlich sagte er:

“In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager. Als Volkswirt sehe ich stattdessen falsche Anreize und fehlende Regeln.”

Wulff sagte wörtlich:
“Ich finde, wenn jemand 40 Millionen Steuern zahlt als Person und Zehntausende Jobs sichert, dann muss sich gegen den hier nicht eine Pogromstimmung entwickeln.”

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Bei uns in Deutschland sind die sympathischen Konservativen in der Regel Wertkonservative, die die Werte des christlichen Abendlands gegen den postmodernen Zeitgeist bewahren möchten … in den USA gibt es Konservative, die für einen Compassionate Conservatism also für einen mit den Armen "mitfühlenden Konservatismus" stehen ... und dort gibt es auch eine immer größer werdende Gruppe von wiedergeborenen Christen, die für ihr Land und ihre Regierung beten sowie für eine christlich fundierte Politik eintreten ... nennen wir sie einfach TheoKonservative oder kurz theocons. Wir, die Blogger von theocons.de sehen uns nicht unbedingt als konservativ im altdeutschen Sinne, sondern als deutsche amerika- und israelfreundliche Christen, die politisch interessierte Menschen in Deutschland wieder neu für den dreieinigen Gott, christliche Werte und ein biblisch fundiertes christliches Menschenbild als Grundlage für eine gute Politik gewinnen wollen.

Jesus Christus ist Herr!

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